Studiengebühren: Gebühren trotz Verbot - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Studiengebühren Gebühren trotz Verbot

Studiengebühren - ja oder nein? Während der Bund den Studenten nicht in die Tasche greifen will, halten manche Bundesländer schon jetzt die Hand auf. Wo das gebührenfreie Studium schon jetzt nicht mehr Realität ist und wo Studiengebühren in Zukunft geplant sind, zeigt die folgende Übersicht.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In Baden-Württemberg haben die Regierungsparteien CDU und FDP im Koalitionsvertrag festgelegt, dass 2003 über Studiengebühren nach dem ersten Semester entschieden werden soll. Wer im Musterländle die Regelstudienzeit um mehr als drei Semester überschreitet, muss schon jetzt Strafe zahlen. Dem Beispiel Baden-Württembergs wollen jetzt auch Niedersachsen und das Saarland folgen. Weitere Länder streben dies an.

Bei den Banken haben sich die Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen Ratschläge geholt. Sie planen so genannte Studienkonten. Nach diesem Modell bleibt das Erststudium innerhalb der Regelstudienzeit gebührenfrei. Wer schneller studiert, kann dann später sein "Guthaben" auch für weitere Studien nutzen.

Außerdem diskutieren andere Bundesländer über so genannte Gutscheinmodelle. Zu Beginn des Studiums sollen die Studenten demnach Gutscheine erhalten. Sind diese wegen Bummelei verbraucht, werden Strafgebühren fällig.