Studienkosten: Der Osten büffelt billiger - DER SPIEGEL
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Studienkosten Der Osten büffelt billiger

Ob mit oder ohne Gebühren, wirklich teuer machen das Studium die Lebenshaltungskosten. Wer in Ostdeutschland paukt, kann im Laufe seines Studentenlebens den Gegenwert eines Kleinwagens einsparen - über 10.000 Euro.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In Ostdeutschland lässt es sich deutlich billiger studieren als in den alten Bundesländern. Das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln hat errechnet, dass der durchschnittliche Student im Osten bis zu seinem Abschluss rund 10.000 Euro weniger ausgibt als sein Kommilitone im Westen. Die Rechnung basiert auf Erhebungen des Deutschen Studentenwerkes und des Statistischen Bundesamtes. Berücksichtigt wurden Ausgaben für Miete, Heizung, Essen, Kleider, Bücher, Fahrten und für Sonstiges.

Ergebnis: Im Westen kostet ein Studium bis zum Abschluss rund 54.100 Euro, in Ostdeutschland dagegen nur 43.600 Euro.

Wegen der niedrigeren Studiendauer leben Fachhochschulabsolventen billiger als Universitätsabgänger: Im Durchschnitt bringen sie für ihre fünf Studienjahre im Westen 40.300 Euro auf, im Osten dagegen 32.700 Euro.

Das Institut hat auch die Kosten für einzelne Fächer aufgeschlüsselt: Danach leben Geisteswissenschaftler auf großem Fuß, Ingenieure, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler sind sparsamer, vor allem aufgrund der geringeren Studiendauer. Die Gesamtkosten bis zum Ende des Studiums weichen je nach Fach erheblich voneinander ab: So gibt ein Philosophiestudent im Westen 64.300 Euro aus, bis er zum Examen kommt, ein Jurist dagegen nur 47.800 Euro.