Surfen
KONTAKT IN CHINA
Auslandspraktika stehen in Zeiten der Globalisierung hoch im Kurs. Doch wer ist der richtige Ansprechpartner beim Wunschunternehmen in Schanghai oder New York? "Es ist schwer, ohne Beziehungen einen Praktikumsplatz im Ausland zu bekommen", weiß Daniel Birke, 23, Student an der TU Dresden. Der angehende Wirtschaftsingenieur stellt deswegen in der Studenten-Initiative "ciip" (Council on International Internship Placement) die nötigen Kontakte her. Vor kurzem waren Birke und ein ciip-Kollege in China unterwegs und haben bei rund 40 Firmen Praktikumsplätze für deutsche Studenten eingeworben. Im Angebot sind Praktika bei Siemens oder der Dresdner Bank, aber auch bei ausländischen Konzernen. Interessierte können auf der ciip-Website einen Bewerbungsbogen ausfüllen. "Wir laden die Kandidaten dann zum Vorstellungsgespräch ein", erklärt Birke, "das läuft ab wie bei einem Unternehmen nur ein bisschen lockerer." Birke und seine Kommilitonen haben immerhin einen Ruf zu verteidigen: "Bis jetzt haben wir noch keine Klagen über von uns vermittelte Praktikanten gehört."
JEDE SEKUNDE ZÄHLT
Eigentlich richtet sich die "Gateway-to-Germany"-Website der Deutschen Welle an ausländische Hochschüler, die hier studieren möchten. Aber ebenso interessant ist das Angebot für deutsche Studenten, die wissen wollen, was ihre Kommilitonen aus Übersee so über sie denken. Nicht nur, dass sie dann erfahren, wie man hier zu Lande am besten flirtet ("jede Sekunde zählt"), wie die russische Publizistikstudentin Marina Finaguina die Bewohner Münsters findet oder was der Chemikerin Anne Jensen aus Dänemark passierte, als sie in München bei Rot über die Straße ging. Sie kriegen auch all die anderen nützlichen Informationen über bislang 27 Studienorte bundesweit mit Tipps, wie man dort am besten lebt, studiert, wohnt, arbeitet und feiert. Dabei ist alles nett aufbereitet mit Video-Files von Anne Jensen, Marina Finaguina und anderen Gast-Studenten.
DURCH DEN FÖRDERDSCHUNGEL
Viele Millionen Mark gibt es jedes Jahr europaweit für Stipendien, allein in Deutschland könnten rund 15 000 begabte Studenten von Stiftungen unterstützt werden. Doch wer weiß schon, dass selbst Studenten, die das Vordiplom in BWL nicht geschafft haben, noch eine Geldspritze von der Allgemeinen Treuhand in Hamburg bekommen können? Oder dass die Grimminger-Stiftung Geld für die Zoonosen-Forschung springen lässt? Viele Fördergelder verfallen, weil die edlen Spender kaum bekannt sind. Ein Stipendienguide im Internet hilft jetzt bei der Suche nach der passenden Stiftung. Wer sich mit Namen und Passwort anmeldet, kann über eine Suchmaschine kostenlos aus etwa 3000 verschiedenen Stipendien auswählen nach Studienfach oder Studienort, nach Förderung für das ganze Studium oder nur für einen Auslandsaufenthalt. Der Guide zählt die Förderquellen mit Angaben zu Bewerbungskriterien, Förderungsdauer und -höhe auf. Nur bewerben muss man sich noch selbst.