Surfen Rekonstruktion im Netz
Ein Online-Archiv bietet Informationen zu über 2000 deutschen Synagogen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Nachdem Jugendliche im Jahr 1994 Brandsätze in die Lübecker Synagoge geschleudert hatten, reifte bei Marc Grellert eine Idee: Mit einer digitalen Rekonstruktion wollte der Darmstädter Architekturstudent Synagogen, die nach 1933 von den Nazis zerstört worden waren, dem Vergessen entreißen. Inzwischen ist Grellert wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Darmstadt und das Projekt im Internet frei zugänglich: Bei einem virtuellen Rundgang kann man 14 dreidimensional rekonstruierte Sakralbauten aus verschiedenen Perspektiven betrachten, daneben enthält das interaktive Archiv Informationen zu rund 2000 weiteren Synagogen. Die Besucher können die Gedenkstätte im Netz mit eigenen Quellenhinweisen oder Kommentaren ausbauen.