Surftipp Advent, Advent, die Webseite brennt
Die Sterne strahlen am Firmament, das Hauptgebäude ist schneebedeckt, und in den Fenstern brennen die Weihnachtskerzen. Wenn das keine behagliche Stimmung schafft! Und wer durch das erste Fenster guckt, landet im "Weihnachtsland Erzgebirge".
Winterwunderland auf dem Computermonitor. Mit dieser virtuellen Weihnachtswelt versorgt die Technische Universität (TU) Chemnitz auch in diesem Jahr ihre treue Fangemeinde. 24 Fenster gibt es anzuklicken und Geschichten, Gedichte, Rätsel und Rezepte zu entdecken, zusammengestellt vom Webmaster, eingesandt von Webnutzern. Zu spät kommen ist übrigens kein Problem: Auch die ersten Fenster können noch geöffnet werden.
"Ein Selbstläufer, seit sieben Jahren", kann Frank Richter berichten, der den virtuellen Adventskalender betreut und sich selbst "Wichtel" nennt. 200.000 Zugriffe gab es im letzten Jahr. Vor allem Absolventen der Uni wissen das vorweihnachtliche Angebot zu schätzen.
Ähnlich beliebt ist offenbar der virtuelle Weihnachtsbaum der Universität Freiburg, auch wenn seine Dekorateure den Erfolg nicht in Zahlen ausdrücken können. 24 große Christbaumkugeln warten auf den Klick zum Glück. Dahinter verbergen sich ähnliche Inhalte wie hinter den Chemnitzer Fenstern, ebenfalls eingesandt von außerhalb. Individuelle WWW-Weihnachtsseiten bis zum Heiligabend.
Wer noch etwas Besinnliches zu bieten hat, kann seinen Vorschlag einsenden, auch jetzt noch, sei es ein Museumstipp oder ein Liedchen. Zur Not hat die Einsendung im nächsten Jahr ihren winterlichen Web-Auftritt. In Freiburg werden die Kreativsten mit kleinen Preisen belohnt, meistens Uni-Souvenirs.
Alles andere als eine Belohnung erwartet hingegen jene Freunde der virtuellen Weihnacht, die schon auf Fenster oder Kugeln klicken, deren Datum noch gar nicht aktuell ist. Ist die Mitteilung an die Schummler für die Besucher des Freiburger Weihnachtsbaums noch freundlich, wird's in Chemnitz rabiat: "Das war's dann - dieses Jahr gibt's keine Geschenke." 3500 Kalender-Betrachter mussten diese ernüchternde Nachricht schon lesen.