The Strokes Room on Fire
The Battle Of New York" ist eigentlich die Umschreibung für das Eishockey-Lokalderby zwischen den New York Rangers und den Islanders - sie passt allerdings auch auf die Frage, welche Rotzrock-Combo das nächste große Ding nach den Strokes wird. Beim Anblick der Campuscharts kann die Antwort nur lauten: The Strokes.
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2001 machte sich die NYC-Combo von Fabrizio Moretti, Nick Valensi, Nikolai Fraiture, Albert Hammond Jr. und Julian Casablancas über Nacht auf den Titeln der weltweiten Musikpresse im Allgemeinen und der britischen Gazetten im Besonderen breit. Was war passiert? Eigentlich nicht viel: Das Strokes-Debüt "Is This It" fegte den ganzen überproduzierten Charts-Pop von der Bildfläche, sozusagen aus dem gitarreschrabbelnden Handgelenk. Plötzlich war schräg klingender Retro-Garagenrock Garant für Bilanzverschönerung der geplagten Musikkonzerne, und weltweit sonnten sich Hoffnungsträger im Bühnenlicht: die White Stripes aus Detroit, die New Yorker Yeah Yeah Yeahs, Kings Of Leon aus Nashville, die Datsuns aus Neuseeland und vielleicht bald die Aussie-Jungs Jet.
Das Maß aller Hype-Dinge bleiben aber The Strokes mit dem Zweitwerk "Room On Fire": Ohne erkennbare Entwicklung rumpelt der Fünfer 11 Tracks lang durch den Probenraum, das Schlagzeug klingt noch besch...eidener als damals bei Beatles-Ringo, und Sänger Julian Casablancas singt sich angeödet durch seine 33 Minuten. Von "What Ever Happened" bis "I Can't Win": Das Erfolgsrezept wurde gelungen aufgewärmt, könnte aber beim dritten Aufguss etwas fad schmecken.
TINO LANGE