Umwelt: Studenten sind Öko-Ferkel - DER SPIEGEL
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Umwelt Studenten sind Öko-Ferkel

Über Ökologie wird in Vorlesungen und Seminaren viel geredet, doch die Theorie beherrschen Studenten besser als die Praxis. Energiesparen, umweltfreundliche Anreise, Mülltrennung, Mehrweggeschirr - das alles klappt auf dem Campus nur schlecht.
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In der WG

wird jeder Joghurtbecher ausgespült und der Abfall säuberlich getrennt, doch kaum sind die Studenten in der Uni, verwandeln sie sich in Öko-Ferkel. Abgesehen von wenigen Aktivisten im AStA-Ökoreferat kümmern sich Studenten kaum um ihre Umwelt, sagt Joachim Müller vom Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover, das regelmäßig das Umweltmanagement an Hochschulen untersucht.

Sie kommen mit dem Auto zur Uni statt mit der Bahn, lassen das Licht im Hörsaal brennen oder trennen ihren Müll nicht. An der Uni Münster wurden vor einiger Zeit Systeme zur Abfalltrennung getestet. Ergebnis: Die meisten Studenten lassen ihren Abfall einfach im Hörsaal liegen.

Ähnliche Erfahrungen machte die Uni Lüneburg ­ die meisten Studenten interessierte das Thema gar nicht. "Die Hochschule wird als Serviceeinrichtung betrachtet ", sagt Thomas Albrecht, Umweltingenieur an der TU Berlin, "nicht als Platz, etwas verändern zu wollen."

Das Studentenwerk der Uni Oldenburg hat 1985 Mehrweggeschirr eingeführt, die Studenten wollen trotzdem lieber "Coffee to go" aus dem Pappbecher. Was tun? Die Umweltmanager aus Lüneburg schlagen Scheine für Umweltseminare vor. Thomas Albrecht bietet seit Jahren Diplomarbeiten an der TU zum Thema Umweltschutz an ­ es meldet sich nur kein Student bei ihm.


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