Uni-Orientierung: Das große Chaos - DER SPIEGEL
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Uni-Orientierung Das große Chaos

Studienberater schlagen Alarm: Im ersten Semester sind die Uni-Neulinge schnell überfordert und finden sich nur schwer zurecht. Die Einührung von Bachelor und Master hat die Unübersichtlichkeit verschlimmert.
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Unübersichtliche Auswahlverfahren, neue Abschlüsse, englische Fachterminologie im Studienalltag: "Noch nie war die Situation für Studieninteressierte so unwägbar wie heute", warnt der Berufsverband der Studienberaterinnen und Studienberater von Baden-Württemberg.

Überall in Deutschland machten die Berater an der Basis derzeit die Erfahrung, dass sich Abiturienten und Studienanfänger überfordert fühlten, kritisiert die Verbandsvorsitzende Irmgard Rieder, Studienberaterin an der Uni Hohenheim. Bei all den "rasant in Schwung gekommenen Deregulierungen in der Bildungslandschaft" hätten Studenten "das Nachsehen". Mit der Umstellung auf Bachelor und Master sei eine Fülle neuer Studiengänge geschaffen worden, zwischen denen "die Trennschärfe fehlt", so Rieder.

Bei Auswahlverfahren und Studienordnungen koche jede Hochschule ihr "eigenes Süppchen", die Kriterien seien nur "mit einem enormen Rechercheaufwand auffindbar". Vor lauter Beschäftigung mit Verfahrensfragen machten sich Studieninteressierte häufig keine Gedanken mehr, ob der Inhalt des Fachs auch ihren Interessen entspreche, bemängelt Rieder. Aus Sicht der Studienberater sind einheitliche Standards dringend nötig.