Umstrittene Uni-Gruppe in den USA Nur für Weiße, sorry
Campus einer amerikanischen Uni: Hochschulgruppe nur für Weiße
Foto: Eric Gay / APEine Hochschulgruppe, bei der nur weiße Studenten Mitglied werden dürfen, hat in den USA Diskussionen und Proteste ausgelöst. Die White Student Union (WSU) will laut ihrer Internetseite nicht nur "europäische/euroamerikanische Kultur zelebrieren", sondern auch über Themen diskutieren, "die weiße Menschen heutzutage betreffen".
Rassistisch sei das nicht, sagte Patrick Sharp, Gründer der WSU. Er fordere Gleichbehandlung, schließlich gebe es auch Hochschulgruppen für Schwarze. "Wir wollen nur unsere weiße Identität feiern und stolz darauf sein, wer wir sind", sagt Sharp. An seiner Universität im einstigen Sklaverei-Bundesstaat Georgia sorgt das für Aufruhr.
Die unterschiedliche Behandlung nach Hautfarbe spaltet die US-Unis auch knapp fünfzig Jahre nach Verabschiedung der Bürgerrechtsgesetze: Aktuell klagt eine hellhäutige Studentin gegen das sogenannte "affirmative action" an einer texanischen Universität. Durch das Programm wird eine bestimmte Zahl von Studienplätzen für Minderheiten reserviert, die mutmaßlich unter Diskriminierung leiden.
Die WSU, die nicht offiziell von der Uni anerkannt ist, orientiert sich an einer studentischen Vereinigung in Texas. Diese pflegt Kontakte zu rassistischen und antisemitischen Organisationen in Europa, wie der English Defense League. Sharp fiel bereits mit Kommentaren auf der rechtsextremen Website "stormfront.org" auf. Das Motto der Seite: "White Pride World Wide".
Ausgabe 5/2013
Ich gegen Dich
Der harte Konkurrenzkampf unter Studenten
Diesmal mit Geschichten über eine 24-jährige Nonne, über die Zukunftswünsche von Studenten und über eine Stadt, die sich in einen Uni-Campus verwandelt. Wollt ihr das Heft nach Hause bekommen?Für Studenten: SPIEGEL-Abo-AngeboteDen UniSPIEGEL gibt's auch kostenlos an den meisten Hochschulen.