Vererbte Bildung: Schwache außen vor - DER SPIEGEL
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Vererbte Bildung Schwache außen vor

Kluge Köpfe kosten Geld - zumindest beim Bafög stimmt das. Die jüngste Sozialerhebung zeigt, wie eng der Zusammenhang zwischen Studienchancen und Einkommen der Eltern ist: Arme kommen kaum zum Zug, Bildung wird vererbt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Ausbildungsförderung wurde von 1,2 Milliarden Euro im Jahr 1998 auf 2,03 Milliarden 2003 erhöht. Doch das scheint schon die einzige positive Nachricht zu sein, die aus der jüngsten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) herauszulesen ist. Bitter: Junge Menschen aus sozial schwächeren Familien haben seit 1982 stetig schwindende Chancen auf eine Hochschulausbildung. Wenn der Vater ein Hauptschulzeugnis hat, besucht nur jedes fünfte Kind eine Universität. Umgekehrt nehmen 84 Prozent der Kinder ein Studium auf, wenn der Vater die Hochschulreife besitzt.

Über einen Zeitraum von 20 Jahren betrachtet, verringerte sich der Anteil der Studierenden aus hochschulfernen Milieus fast um die Hälfte. Für DSW-Präsident Hans-Dieter Rinkens ein Schock: Es bestehe ein "alarmierend enger Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und der Beteiligung an der Hochschulbildung".