Weihnachten / DVDs: Cowboys und Cops - DER SPIEGEL
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Weihnachten / DVDs Cowboys und Cops

Keine Lust auf Tante Martha? Keinen Appetit auf Fondue und Forelle? Angst vor der drohenden Frage, wann das Studium "endlich" vorbei ist? Das muss nicht sein! Wem vor Weihnachten graut, der kann sich auch in seinem Zimmer einschließen und die neun besten Filme auf DVD sehen, die beim Überleben der Feiertage helfen ­ für jeden Weihnachtstag empfiehlt SPIEGEL-Filmkritiker Lars-Olav Beier drei Klassiker.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Way Down East

(1920) von D. W. Griffith enthält die aufregendste Action-Szene aller Zeiten: Die von Lillian Gish verkörperte Heldin muss von einer Eisscholle gerettet werden, die auf einen Wasserfall zuschwimmt - zum Nachspielen bei Tauwetter nicht geeignet!

Sein oder Nichtsein (1942) von Ernst Lubitsch ist eine der schärfsten, schwärzesten und pointenreichsten Komödien Hollywoods und der Beweis, dass auf der Leinwand Humor die wirksamste Waffe ist, den Nazis beizukommen.

Ein Amerikaner in Paris (1951) zeigt das Film-Musical auf seinem Zenit: Wenn Regisseur Vincente Minnelli seinen Star Gene Kelly ein furioses Ballett der guten Laune aufführen lässt, scheinen die Farben die Leinwand zur Explosion zu bringen.

Vera Cruz (1954) von Robert Aldrich zeigt Burt Lancaster und Gary Cooper als zwei Revolverhelden in Mexiko und galoppiert an der Grenze zwischen Western und Komödie durch einen der abwechslungsreichsten Plots der Filmgeschichte.

Der unsichtbare Dritte (1959) ist Alfred Hitchcocks amüsantester Thriller, in dem ein von Cary Grant gespielter Werbefachmann quer durch die Vereinigten Staaten bis auf den Mount Rushmore gehetzt wird, um dort eine Blondine zu retten.

Chinatown (1974) zieht den Zuschauer unter Roman Polanskis Regie so unwiderstehlich wie die von Faye Dunaway gespielte Heldin in einen verwickelten Kriminalfall hinein, aus dem nur Jack Nicholson als brillanter Privatdetektiv wieder herausfindet.

Im Reich der Sinne (1976) erzählt von einem Paar, das sich vor lauter Leidenschaft zu Tode liebt: Nagisa Oshimas erotisches Meisterwerk mit Tatsuya Fuji und Eiko Matsuda beschreibt den Traum und den Alptraum eines Lebens, das sich nur noch um Sex dreht.

Das Boot (1981) beweist, wie spannend es sein kann, wenn auf der Leinwand fast nichts passiert: In Wolfgang Petersens Klassiker erlebt eine zur Tatenlosigkeit verdammte U-Boot-Besatzung den Terror unter Wasser.

Jenseits von Afrika (1985) von Sydney Pollack erzählt mit kunstvollen Aussparungen eine der schönsten Dreiecksgeschichten des Kinos: Robert Redford muss sich zwischen Meryl Streep und Afrika entscheiden.