Weltberühmte Studentin: Emma Watsons Uni-Hopping - DER SPIEGEL
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Studentin Emma Watson: "Freiheit? Hatte ich nie"

Foto: Robert E Klein/ AP

Weltberühmte Studentin Emma Watsons Uni-Hopping

Uni-Partys, College-Trubel, Auslandsjahr: "Harry Potter"-Star Emma Watson versucht sich angestrengt als ganz normale Literaturstudentin. Für ein Jahr will sie nun in Oxford studieren, dann soll der Abschluss an der Brown University folgen. Ein gewöhnliches Studentenleben? Mit Einschränkungen.
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Das Gesicht von Hermine, der Freundin von Harry und Ron in den "Harry Potter"-Filmen, kennt beinahe jeder Mensch. Doch es gehört auch einer jungen Frau, die Emma Watson heißt, 21 Jahre jung ist und ihren Platz im Leben sucht.

Watson studiert seit zwei Jahren an der US-Ostküste, in Rhode Island an der privaten Brown University, einer amerikanischen Spitzenhochschule, die zur Ivy League gehört. Ihr Fach ist Literaturwissenschaft. Nun will Watson im Herbst ein Semester an der Oxford University in ihrer Heimat England einschieben. "Ich bin noch immer Studentin an der Brown und werde nur mein drittes Studienjahr im Ausland verbringen - in Oxford." Den Abschluss wolle sie im kommenden dann wieder an ihrer Heimat-Uni in den USA machen.

Im Frühjahr hatte Watson sich eine Auszeit von der Uni genommen und gleich war in der US-Klatschpresse von Campus-Mobbing die Rede. Watson begründet ihren Uni-Rückzug nach den vergangenen Winterferien allerdings mit Filmrollen und der Abschiedstournee als "Harry Potter"-Star: "Ich wollte frei sein, um mich von den vergangenen zehn Jahren Arbeit gebührend zu verabschieden, die - wahrscheinlich - die wichtigsten in meinem Leben waren", sagte sie der Tageszeitung "Virginia Pilot".

"Freiheit? Hatte ich nie"

Ein lockeres Studentenleben könne sie in den USA mit Einschränkungen führen, sagte Watson in einem Gespräch mit der "Sunday Times" im Juni. "Ich habe eine Party für fast hundert Studenten geschmissen und niemand hat ein Foto auf Facebook veröffentlicht", sagte Watson. Trotzdem habe die universitäre Freiheit auch ihre Grenzen. Sie habe sich anfangs etwas vorgemacht und so tun wollen, "als ob ich nicht berühmt bin". Sie habe Normalität gesucht. "Aber ich muss akzeptieren, wer ich bin, in welcher Position ich bin, und was bisher geschehen ist."

Watson behauptet, ihrem weltweiten Ruhm erstmals realisiert zu haben, als sie in Bangladesh ein Junge auf der Straße ansprach und fragte: "Bist du nicht die aus 'Harry Potter'?"

Sich als Superstar öffentlich zu bewegen, falle ihr in der Regel nicht schwer, sagt die Schauspielerin, die mit neun Jahren zum ersten Mal für einen "Harry Potter"-Film vor der Kamera stand. "Ich war die längste Zeit meines Lebens jemand anderes." Die Figur der Hermine habe sehr viel von ihr. "Allerdings ist Hermine schlauer als ich - daran arbeite ich aber noch." Die Freiheit eines Kindes habe sie nie vermisst: "Das ist nichts was ich verloren hätte - ich hatte es nie."

cht