Wetter-Quiz Gewinnen Sie ein Tief!
Die Werbestrategen der Stadt haben zwar vor Jahren den schönen Slogan "Hamburg - das Hoch im Norden" ausgetüftelt. Und die hanseatischen Aborigines behaupten auch tapfer unter Hinweis auf allerhand Statistiken, dass Hamburg keineswegs mehr Niederschlag verzeichne als etwa München. Aber die Zugereisten (und das bleibt man in Hamburg jahrzehntelang) merken schnell: alles barmherzige Lüge.
Denn spätestens wenn im Herbst die Regen-und-Sturm-Saison beginnt, ist die Hansestadt mittendrin statt nur dabei - ungefähr von Oktober bis März changiert der Himmel zwischen hell-, beton- und mausgrau. Mal schüttet es wie aus Kübeln, dann wieder Bindfäden und schließlich Katzen und Hunde. Zur Abwechslung graupelt oder hagelt es auch gern. Und kaum ist es an Alster und Elbe mal schön, haben es die verwöhnten Südstaatler noch schöner.
Nordisch by Nature: Prognosen gesucht
Das Tief im Norden also. Die von den norddeutschen Wetterkapriolen heftig gebeutelte SPIEGEL ONLINE-Redaktion möchte wenigstens einmal ihre Leserschaft an den notorisch trüben Aussichten teilhaben lassen - und lädt alle User zum Wetterprognose-Quiz ein: Es gilt, das Wetter für Hamburg am kommenden Wochenende so korrekt wie möglich vorauszusagen. Und wer das schafft, darf zur Belohnung einem Tiefdruckgebiet seinen Namen geben.
Bei der Aktion arbeitet SPIEGEL ONLINE mit dem Institut für Meteorologie der FU Berlin zusammen. Die Wissenschaftler verpassen schon seit Jahrzehnten Hoch- und Tiefdruckgebieten Namen, die oft auf den Wetterkarten im Fernsehen, in Zeitungen und Internet genannt werden. Lange orientierte sich die Namensvergabe nach strengen Listen. Doch unlängst kamen die findigen Meteorologen auf die Idee, fortan Wetterpatenschaften zu vergeben: Für 299 Euro kam man nun ein Hoch-, für 199 Euro ein Tiefdruckgebiet "kaufen".
Mit den Einnahmen will das Institut ihre Wetterstation retten, die eine der weltweit längsten Klimareihen führt und wichtig ist für die Debatte über Klimawandel und -katastrophen. Schon schien es unmöglich, die Wetterbeobachtung weiter aufrecht zu erhalten - doch dann brachte der Namensverkauf neue Einnahmen, und die Studenten konnten die Observierung weiterführen.
"Osama" oder "Puff Daddy" haben keine Chance
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Für die Namensvergabe gibt es einige klare Regeln: Im Jahr 2003 werden Hochdruckgebiete auf weibliche, Tiefdruckgebiete auf männliche Vornamen getauft. Das gilt auch für das Tief, das man jetzt bei SPIEGEL ONLINE gewinnen kann. Die Quiz-Teilnehmer sagen voraus, wieviel Stunden Sonnenschein es in Hamburg am kommenden Sonntag gibt, welche Gradzahlen die maximale und die minimale Temperatur erreichen. Wer ganz nah dran ist an den amtlichen Daten, tauft ein Tief auf seinen Namen - oder auf einen anderen Vornamen. Die Prognose kann man bis Samstag, 18. Januar, Punkt Mitternacht abschicken.
Erlaubt, da sind die Berliner Meterologen streng, sind allerdings nur männliche Vornamen. Fußballclubs, Firmen oder amerikanische Boygroups scheiden also schon mal aus, Doppelnamen und echte Zungenbrecher auch. Denn das Berliner Institut achtet darauf, dass der gewünschte Name selbst blondulierten Wetterfeen bildungsferner Privatsender halbwegs unfallfrei über die Lippen geht. Vorschläge wie "Osama" oder "Puff Daddy" sind ebenfalls chancenlos - kein Scherz, so sollten zwei Tiefs 2003 wirklich benannt werden.
Das Quiz ist inzwischen beendet. Wer gewonnen hat, erfahren Sie hier!