Zielmarke 2029 nicht haltbar Ausbau der Bahnstrecke Berlin–Dresden verzögert sich um Jahre
Ein ICE der Deutschen Bahn fährt vor der Altstadtkulisse über die Dresdener Marienbrücke.
Foto: Robert Michael / dpaDer Ausbau der Bahnstrecke Berlin–Dresden verzögert sich voraussichtlich um rund vier Jahre. Ursprünglich sollten alle Abschnitte der zweiten Baustufe zwischen dem brandenburgischen Blankenfelde und dem sächsischen Großenhain 2029 in Betrieb gehen, teilte die Deutsche Bahn mit. Fehlende Teilbereiche beim Streckenausbau sollen nun voraussichtlich erst Ende 2033 ans Netz gehen. Pendlerinnen und Pendler müssen damit länger auf die geplante Fahrzeitverkürzung zwischen Berlin und Dresden warten.
Grund für die Verschiebung sind laut Bahn zusätzliche Anforderungen im Planfeststellungsverfahren. Es gehe unter anderem um Umweltfragen, etwa Eingriffe ins Moorgebiet bei Zossen. Betroffen sei der Abschnitt von Blankenfelde bis Wünsdorf-Waldstadt (Zossen) im Kreis Teltow-Fläming.
Auf der Strecke von Berlin nach Dresden will die Bahn 125 Kilometer für Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometer pro Stunde ausbauen. Dadurch soll die Fahrzeit sinken.
Die Planungsunterlagen für insgesamt drei Teilbereiche im nördlichen Abschnitt der Strecke werden nach Angaben der Bahn derzeit überarbeitet. Die Arbeiten sollen später gemeinsam in einer zusammenhängenden Sperrung erledigt werden. So würden Fahrgäste vor zusätzlichen Sperrungen bewahrt.
Der Umbau des Bahnhofs Zossen soll dagegen wie geplant Ende 2027 fertig sein. Geprüft werde außerdem, einzelne Maßnahmen vorzuziehen – etwa den Umbau des Bahnhofs Elsterwerda im brandenburgischen Kreis Elbe-Elster.
Monatelang hat eine Expertengruppe über Schritte gegen die Verspätungen der Bahn beraten. Nun macht sie nach SPIEGEL-Informationen Vorschläge für überlastete Bahnhöfe. Welche zentrale Forderung die Taskforce aber zurückweist, lesen Sie hier.