Willkommen im neuen U-Bahn-Netz in Riad, Saudi Arabien.
ZIYAD AL HOSSAIN, Bewohner Riad
»Gott sei Dank! Es war eine wunderbare Erfahrung.«
Die Bürger der Hauptstadt des Wüstenreichs dürfen sich nicht nur bei Gott, sondern besonders bei ihrem Herrscher König Salman bedanken.
Beziehungsweise bei seinem Sohn, Kronprinz Mohammed bin Salman – der sich gern als treibende Kraft hinter der sogenannten »saudischen Vision 2030« präsentiert.
Das Königshaus steckt mehr als 20 Milliarden US-Dollar in das ambitionierte Projekt. Die erste Phase ist nun eröffnet, bis kommenden Januar soll die Metro Riad dann fertig sein.
Mit einem Streckennetz von insgesamt 176 Kilometern, 85 Metrostationen und sechs Metrolinien sollen täglich bis zu 3,6 Millionen Fahrgäste befördert werden.
KHALID AL SOFIANY, Bewohner
»Dieses Projekt hat die Stadt noch schöner gemacht. Obwohl Milliarden ausgegeben wurden, um dieses Projekt ins Leben zu rufen, habe ich heute wirklich das Gefühl, dass diese großartige Leistung und die ausgegebenen Milliarden es wert sind.«
Ausgesprochenen Komfort soll die Bahn bieten – auch für Frauen. Eigene Waggons sollen das Reisen für sie »stressfreier« machen - Männer haben keinen Zutritt.
AIYSHA MOHAMMED, Bewohnerin
»Das Reisen ist nicht nur bequem, sondern es gibt keinerlei Störungen. So beginnt mein Tag nie mit etwas Negativem wie Verkehr und Stau.«
Dass Frauen hier erst seitr sechs Jahren selbst Auto fahren dürfen, sei nur am Rande bemerkt. Das Königreich will sich gern fortschrittlich zeigen.
Und die nächsten Pläne stehen auch schon:
Kronprinz Bin Salman plant ein neues Stadion in Riad für die Fußball-Weltmeisterschat 2034. Aber das ist dann eine andere Geschichte.