Aus Twitter wird »X« - Logo ausgetauscht - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Neues Logo Aus Twitter wird »X«

Die Abschaffung des alten Twitters schreitet voran. Nun hat Besitzer Elon Musk das Logo austauschen lassen. Die Chefin der Kurznachrichtenplattform verspricht die Umwandlung in eine Super-App.
Profilbild von Elon Musk: Der Milliardär spielte schon lange mit dem Namen
Profilbild von Elon Musk: Der Milliardär spielte schon lange mit dem Namen

Profilbild von Elon Musk: Der Milliardär spielte schon lange mit dem Namen

Foto: Mateusz Slodkowski / dpa

Über viele Jahre war ein niedlicher blauer Vogel das Symbol für den Kurznachrichtendienst Twitter. Damit ist es jetzt vorbei. Nachdem Elon Musk am Wochenende ein neues Logo angekündigt hat, macht der Dienst nun Nägel mit Köpfen: Bereits am Montagmorgen taucht das neue Logo – ein grafisch stilisiertes »X« – auf der Startseite von Twitter auf. Die neue Führung zeigt damit die Abkehr von dem alten Kurznachrichtendienst.

Musk hatte Twitters Mutterkonzern bereits in The X Corporation umbenannt – in Anlehnung an die Firma X.com, die er 1999 gegründet hatte und aus der später der Zahlungsdienstleister PayPal hervorgegangen war. Seit Sonntag ist Twitter auch unter der Web-Adresse www.x.com erreichbar, die derzeit noch auf die Web-Adresse Twitter.com weiterleitet. Musk hatte zuvor angedeutet, den geplanten Umbau von Twitter zu beschleunigen. »Wir werden bald Adieu zur Marke Twitter sagen und Schritt für Schritt auch zu allen Vögeln«, erklärte er am Samstagabend. Das Twitter-Logo zeigte bislang einen stilisierten blauen Vogel auf weißem Grund.

Kurznachrichten nur noch als Nebenprodukt?

Linda Yaccarino, die formell die Geschäfte der Kurznachrichtenplattform leitet, nutzte den Wechsel, um eine alte Vision von Musk zu präsentieren. Demnach soll »X« zu einer Allzweck-App werden, die neben den klassischen Text- und Bildnachrichten auch Audio- und Videoinhalte präsentiert, überdies als Marktplatz für Zahlungen und allerhand Onlinedienste dienen soll.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Doch der Umbau birgt viele Probleme: Zum einen sind in den anderen Bereichen, die Musk nun für seine Plattform erobern will, viele Konkurrenten von Twitter erheblich erfolgreicher. So konnte Instagram mit seinem Fokus auf Bildinhalte und eine aktive Community für die eigene Kurznachrichtenapp Threads in kürzester Zeit 150 Millionen Accounts verzeichnen. Zum anderen hat die Übernahme Twitters durch Musk viel Geld verschlungen und gleichzeitig Werbekunden verprellt, sodass das Unternehmen trotz Massenentlassungen keinen positiven Cash-Flow vorweisen kann.

tmk/dpa