Screenshot von "Breath of Light": Licht für Gänseblümchen
Foto: Many Monkeys DevelopmentIm Spiel "Breath of Light" sollen Spieler Gänseblümchen beleuchten. Das Ganze ist zur Entspannung gedacht, wird aber schnell zum herausfordernden Knobelspiel.
Pflanzen brauchen Wasser und Liebe, gute Gespräche, Luft und eben ganz viel Licht zum Wachsen. Ich würde es ihnen gern geben, aber wie? Ein Licht strömt durch einen rosafarbenen Zen-Garten. Virtuelle Steine beugen das Licht. Schon im vierten Level bleibe ich stecken. Zwei mandelförmige Steine gilt es auszurichten; zwei kristalline Gänseblümchen sollen im Licht erblühen, und zwar gleichzeitig. Im Hintergrund läuft ruhige Musik.
"Breath of Light" ist eine gelungene Alternative zur Zigarettenpause. Im Spiel werden keine Punkte gezählt, es muss kein Zeitlimit eingehalten werden, und es gibt keine Erfolgsstatistik. Es gibt überhaupt keinen Misserfolg.
Wenn es in einem Level so gar nicht klappen will, wählt man halt ein anderes. Lediglich der Schwierigkeitsgrad lässt sich einstellen - als Grad der Tiefenentspannung, wie das Menü es symbolhaft darstellt.
So viel Entspannung muss man aushalten. Die Lichtströme reagieren manchmal arg langsam, gefühlt endlose Sekunden nach einer Aktion ist erst die Reaktion zu sehen. Zwangsmeditation.
Mit Kopfhörern gespielt, funktioniert das aber: Das Spiel entspannt, auch, weil die Levels schnell anspruchsvoller werden. Nach wenigen Minuten unter der Berieselung der Musik kann man sich tatsächlich im virtuellen Zen-Garten verlieren.
Mit derzeit 2,99 Euro ist das Spiel allerdings vergleichsweise teuer - vor allem, weil der Suchtfaktor fehlt. Dafür ist es dann einfach zu langsam.
"Breath of Light" kostet in Apples App-Store 2,99 Euro .