Breitbandmessung der Bundesnetzagentur per Desktop-App - DER SPIEGEL
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Desktop-App der Bundesnetzagentur So messen Sie die Geschwindigkeit Ihres Internetanschlusses

Ist mein Internetanschluss so schnell wie versprochen? Mit der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur lassen sich Anbieterversprechen mit der Realität abgleichen. Ganz einfach ist das allerdings nicht.
App der Bundesnetzagentur
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Foto: SPIEGEL ONLINE
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Von 50 Megabit pro Sekunde war die Rede, im Alltag bietet der Internetanschluss aber gefühlt nur Schneckentempo? Wie schnell die Internetverbindung wirklich ist, können Nutzer mit der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur herausfinden. Das bislang auf der Website breitbandmessung.de  verfügbare Werkzeug gibt es nun auch als Desktop-App für Windows, Mac und Linux .

Das Programm hilft der Behörde zufolge bei der Überprüfung der "vertraglich vereinbarten Download-Datenübertragungsraten im Festnetz". Lahmt der Anschluss, können die Messdaten als Grundlage für Gespräche mit dem Internetanbieter dienen. Die Bedienung der Software ist aber nicht ganz einfach.

Zunächst braucht man als Anschlussinhaber alle relevanten Daten über die Verbindung. Dazu gehören der Name des Anbieters, der gebuchte Tarif und die vereinbarte maximale Datenrate. Sind bereits entsprechende Nutzerangaben vorhanden, werden in der App daraufhin Daten zur maximalen, normalen und minimalen Datenrate des jeweiligen Anbieters am Wohnort des Nutzers angezeigt. Sind diese Angaben in der Datenbank noch nicht vorhanden, können diese manuell eingegeben werden. Dieser Schritt ist aber nicht zwingend vorgeschrieben.

WLAN-Verbindungen sind für die Messung nicht gestattet

Bevor es dann an die eigentlichen Messungen gehen kann, sind einige technische Voraussetzungen zu beachten. Die Messung mit der Desktop-App funktioniert nämlich nur, wenn der Computer per Kabel direkt mit dem Router oder Modem verbunden ist. WLAN-Verbindungen sind nicht gestattet. So sollen Störungseinflüsse ausgeschlossen werden. Benachbarte WLAN-Netze beispielsweise könnten das Messergebnis verfälschen.

Damit die Messung reibungslos abläuft, muss das WLAN-Modul des messenden Rechners sogar komplett abgeschaltet werden. Wird für die Messung statt eines Desktop-PC ein Notebook verwendet, muss es an der Stromversorgung hängen. Während der Messung sind außerdem alle anderen Programme zu schließen, da auch deren Internetabfragen das Messergebnis verändern könnten. Auch sollte man darauf achten, dass während der Messung kein anderes Gerät im Haushalt - etwa ein Smart-TV - Daten aus dem Netz abfragt.

Wer eine Messreihe startet, soll laut Bundesnetzagentur innerhalb einer Frist von 14 Tagen mindestens zehn Messungen an zwei unterschiedlichen Tagen vornehmen. Zwischen zwei Messungen müssen mindestens fünf Minuten Abstand liegen.

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mak/dpa