"Clear History" Facebook führt neues Privatsphäre-Feature ein
Facebook führt ein neues Privatsphäre-Tool ein. "Clear History" soll Nutzern dabei helfen, Daten zu löschen, die Facebook zu Werbezwecken von Webseiten und Apps außerhalb des sozialen Netzwerks gesammelt hat. Von der ersten Ankündigung des Werkzeugs bis zur Umsetzung mussten Facebook-Nutzer nun länger als ein Jahr warten.
Facebook CEO Mark Zuckerberg hatte die Funktion bereits im vergangenen Jahr vorgestellt: "In Ihrem Webbrowser haben Sie eine einfache Möglichkeit, Ihre Cookies und Ihren Verlauf zu löschen. Die Idee ist, dass viele Websites Cookies benötigen, um zu funktionieren, aber Sie sollten trotzdem in der Lage sein, Ihren Verlauf zu leeren, wann immer Sie wollen", schrieb Zuckerberg kurz vor der Entwicklerkonferenz F8 im Mai 2018 in einem Facebook-Post . "Wir erstellen davon auch eine Version für Facebook. Es wird ein einfaches Kontrollfeld sein, um Ihren Browserverlauf auf Facebook zu löschen - was Sie angeklickt haben, Webseiten, die Sie besucht haben, und so weiter."
"Clear History" wird nun aber vorerst nur in wenigen Ländern verfügbar sein - die USA und Deutschland sind nicht dabei. Irland, Südkorea und Spanien können Facebook zufolge zuerst auf das Privatsphäre-Feature zugreifen, andere Länder sollen "in den kommenden Monaten" folgen.
"Clear History" soll Teil eines neuen Bereiches in den Nutzereinstellungen werden, der "Off-Facebook activity" heißen soll. Hier sollen die in der Vergangenheit besuchten Apps und Websites angezeigt werden. Nutzer können den gesamten Verlauf löschen, oder einzelne Daten auswählen, die sie aus ihrem Facebook-Konto entfernen möchten. Zudem können sie bestimmte Anbieter blockieren, sodass deren Trackingdaten zukünftig nicht mehr mit dem Facebook-Konto verknüpft werden.
Allerdings dauert es 48 Stunden, bis die Daten tatsächlich aus dem Verlauf entfernt werden, wie "Wired" berichtete. Die Daten zum Nutzerhalten werden demnach zudem nicht vollständig von Facebook gelöscht, sondern nur von dem jeweiligen Nutzerprofil entkoppelt. In aggregierten Zusammenhängen werden die gesammelten Daten weiterhin verwendet: "Auf diese Weise können wir Dinge tun, wie zum Beispiel Werbekunden Berichte über die Effektivität ihrer Werbekampagnen oder Unternehmen aggregierte Website- und Analyseberichte zu geben, zum Beispiel wie viele Frauen zwischen 18 und 24 Jahren ihre Apps nutzen", sagte ein Konzernsprecher zu "Wired".