Google: Bald automatisches Löschen von Web- und Ortsdaten möglich - DER SPIEGEL
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Neue Google-Funktion Löschen lassen statt selbst löschen

Werden sie nicht manuell gelöscht, speichert Google viele Nutzerdaten unbegrenzt. Bald bietet eine neue Funktion etwas mehr Flexibilität. Wirklich viel Auswahl bekommen die Nutzer jedoch nicht.
Foto: Stephen Lam / REUTERS
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Sucheingaben, Standorte, Aktivitäten in Google-Apps: Wenn man dem Unternehmen einmal die Erlaubnis dafür erteilt hat, speichert Google allerlei Informationen über das Onlineverhalten seiner Nutzer. Üblicherweise bleiben viele der so erfassten Daten so lange auf Googles Servern, bis man sie manuell löscht (was zum Beispiel hier geht , wenn man bei Google eingeloggt ist. Man muss dazu nur auf "Aktivitäten verwalten" klicken). In vielen Fällen, etwa wenn Nutzer zu faul sind, selbst aktiv zu werden, bleiben die Daten also quasi ewig gespeichert.

Das soll sich bald ändern , sofern man sich zumindest einmal dazu durchringen kann, eine Voreinstellung bei Google zu ändern. Das Unternehmen bietet künftig nämlich die Option an, Daten über die von Nutzer besuchten Websites und Orte in regelmäßigen Abständen automatisch zu löschen. Dabei kann man auswählen, ob man seine Daten alle 18 Monate oder alle drei Monate löschen lassen will. Für eigene Wünsche, wie "alle 24 Stunden" oder "alle zwölf Monate", lässt Google keinen Raum.

"Alle Daten, die älter als die eingestellte Zeit sind, werden dann automatisch und fortlaufend aus eurem Google-Konto gelöscht", erklärt Google dazu. Die dritte - und in der Reihenfolge erste - anwählbare Option entspricht derweil dem bisherigen Vorgehen des Konzerns: "Speichern, bis ich sie manuell lösche".

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Zunächst nur für zwei Bereiche

Verfügbar werden soll die neue Funktion "in den kommenden Wochen". Zunächst wird sie sich laut Google nur auf zwei Bereiche beziehen: auf die "Web- und App-Aktivitäten" sowie den "Standortverlauf". Bei den "Sprach- und Audioaktivitäten" zum Beispiel wird sich demnach zunächst kein automatisches Löschen nach drei oder 18 Monaten aktivieren lassen.

Wie bisher können Nutzer mit Google-Konto der Datensammlung des Unternehmens in bestimmten Bereichen über diese Service-Seite  auch ganz widersprechen. Der Konzern legt allerdings nahe, dies nicht zu tun, da Google die erfassten Daten zum Personalisieren seiner Dienste nutzen will.

2018 stand Google wegen seiner Einstellungen rund ums Datensammeln massiv in der Kritik. Damals war bekannt geworden, dass Google auch dann den Standortverlauf mancher Smartphonenutzer speichert, wenn diese aufgrund einer bestimmten Einstellung wohl davon ausgingen, dass dies nicht der Fall sei.

mbö/dpa