In-App-Käufe: EU-Kommission einigt sich mit Apple und Google - DER SPIEGEL
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Apps mit Zusatzkosten EU-Kommission einigt sich mit Apple und Google

Nach heftiger Kritik dürfen Gratis-Apps mit kostenpflichtigen Funktionen nicht mehr als "kostenlos" beworben werden. Darauf haben sich Apple, Google und die EU-Kommission geeinigt.
Handy: Verbraucher sollen über wahre Kosten von Apps aufgeklärt werden
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Foto: DPA; SPIEGEL JOB
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Europäische Politiker können einen kleinen Sieg über Apple und Google feiern. Die EU-Kommission hatte die Konzerne im Sommer dafür kritisiert, Gratis-Apps für Smartphones und Tablets mit kostenpflichtigen Zusatzfunktionen als "kostenlos" zu bewerben. Nun haben die Konzerne eingelenkt.

Statt "kostenlos" heißt es seit November bei Apple "Laden". Bei Google steht seit Ende September "Installieren" auf dem Download-Button. Gibt es zusätzliche, kostenpflichtige Funktionen in der App, wird das unter dem Download-Button vermerkt.

Justiz- und Verbraucherschutzminister Heiko Maas bezeichnete die Einigung als "wichtigen Beitrag, um Verbraucherinnen und Verbraucher vor teuren Kostenfallen zu bewahren". Auch die Änderung der Voreinstellungen für Passwortabfragen sei ein sinnvoller Schritt, "um Eltern besser vor hohen Rechnungen für teure In-App-Käufe ihrer Kinder zu schützen".

Auch das war ein Zugeständnis zum Schutz der Verbraucher. Google verlangt mittlerweile bei jedem einzelnen In-App-Kauf die Eingabe des Passworts.

Apple fordert schon länger jedes Mal zur Passworteingabe auf. Der Konzern hatte Anfang des Jahres in den USA 32,5 Millionen Dollar an Eltern zurückgezahlt, deren Kinder unbemerkt In-App-Käufe ausgeführt hatten. Mit der Zahlung wollte Apple einer Bestrafung durch die Handelskommission FTC entgehen.

Ein Google-Sprecher erklärte: "Die Änderungen gelten zunächst einmal spezifisch für Europa, da sie auf Forderungen europäischer Verbraucherschützer zurückzuführen sind. Wir setzen sie aber teilweise und nach und nach auch in Ländern außerhalb Europas um."

ore