Play Store Google verbessert Passwortschutz für In-App-Käufe
Play Store: Mehr Kontrolle dank Software-Update
Foto: AP / GoogleNutzer von Android-Smartphones können sich künftig besser vor versehentlichen App- oder In-App-Käufen schützen. Wie "Heise Online" berichtet , verteilt Google zurzeit ein Update für den Play Store. Nach dem Einspielen der neuen Software lassen sich Smartphones so einstellen, dass vor jedem In-App-Kauf ein Passwort eingegeben werden muss.
Bisher waren nach der Passworteingabe 30 Minuten lang beliebig viele weitere Käufe möglich - Kindern bot sich so die Gelegenheit, in kurzer Zeit viel Geld auszugeben, wenn ihre Eltern nicht aufpassten. Erst vergangene Woche hatte eine New Yorker Mutter deswegen eine Sammelklage gegen Google eingereicht. Das 30-Minuten-Zeitfenster war in einer Pressemitteilung der Anwaltsfirma explizit kritisiert worden.
Konkreter Anlass für die Klage war ein In-App-Kauf gewesen, den einer von zwei Söhnen ohne Zustimmung der Mutter gemacht haben soll. Umgerechnet knapp 48 Euro seien dabei in die virtuelle Währung Crystal investiert worden, die im Spiel "Marvel Run Jump Smash!" genutzt wird.
Neue Level nur gegen echtes Geld
Die Möglichkeit, In-App-Käufe zu tätigen, findet sich vor allem in sogenannten Free-to-Play-Spielen. Diese Spiele sind grundsätzlich kostenlos spielbar, neue Level oder bessere Ausrüstung für die Spielfigur muss sich der Spieler allerdings häufig hinzukaufen. Ob ein Spiel In-App-Käufe anbietet, erfahren Nutzer mit der neuen Play-Store-Version schon bei der Software-Installation.
Neben mehr Kontrolle erhöht das Software-Update auf Version 4.6.16 auch ein wenig den Bedienkomfort: Play-Store-Nutzer können nun mehrere bereits gekaufte Apps auf einen Schlag herunterladen. Neue Smartphones und Tablets lassen sich so schneller mit der gewohnten Software ausstatten.