iOS-App Last Voyage: Mit einem Wisch durchs Polygon-Puzzle - DER SPIEGEL
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iOS-App "Last Voyage" Ein Kurztrip im Farbrausch

Spielszene aus "Last Voyage": Wischbewegungen steuern den Farbnebel-Flug
Spielszene aus "Last Voyage": Wischbewegungen steuern den Farbnebel-Flug

Spielszene aus "Last Voyage": Wischbewegungen steuern den Farbnebel-Flug

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Geschicklichkeit, Knobeltalent und räumliches Vorstellungsvermögen fordert das Spiel "Last Voyage" vom Spieler. Das macht richtig viel Freude. Leider ist der Spaß aber ziemlich schnell wieder vorüber.

Für 99 Cent versetzt man sich mit "Last Voyage" zurück in eine Zeit, in der die Zukunft noch ziemlich psychedelisch aussah. Als "ultimativer Trip" wurde Stanley Kubricks Science-Fiction-Klassiker "2001: Odyssee im Weltraum" damals bezeichnet. Nicht zuletzt, weil die damals sehr progressiven Spezialeffekte eine Welt wie im Drogenrausch erschufen. Das sieht beim iOS-Spiel "Last Voyage"  ganz ähnlich aus, bei dem sich der Spieler auf dem iPad oder mit dem iPhone durch Polygon-Puzzles rätselt und durch wabernde Farbnebel wischt.

Das erste Level beginnt harmlos. Der Spieler tippt auf farbige Rechtecke, dann müssen Würfel gedreht und geometrische Figuren ausgerichtet werden. Das sind ziemlich einfache Aufgaben. Doch sobald die Monolithen aus dem Wasser ragen, wird es kniffliger. Es dauert eine Weile, bis die roten Strahlen auf den grauen Brocken wieder richtig angeordnet sind. Richtig schwierig werden die Rätsel allerdings auch im weiteren Verlauf nicht. Manchmal bleibt man hängen, aber an keiner Stelle beißt man sich so richtig die Zähne aus.

Synthie-Soundtrack zieht den Spieler hinein

Neben den Knobelkünsten prüft "Last Voyage" auch die Geschicklichkeit des Spielers. Mit Wischbewegungen steuert man im zweiten Level seinen Flug durch Tunnel aus Dreiecken und muss darauf achten, nicht gegen eine Wand zu klatschen. Doch selbst wenn das mal passiert: Das Spiel setzt immer wieder einen Checkpoint. Man muss also nicht jedes Level von vorne beginnen, wenn einmal etwas schief geht.

Die Grafik haben die Entwickler auf das Nötigste reduziert. Das genügt auch völlig, um den Look der Spezialeffekte aus den Sechzigerjahren zu simulieren. Der atmosphärische Soundtrack zieht den Spieler angenehm ins Spiel. Sobald man einen Wegpunkt erreicht, ändert sich die Musik.

Leider ist das Spiel sehr schnell durchgespielt. Jede der fünf Episoden ist nach ein paar Minuten gemeistert, auch wenn man hin und wieder bei einem Rätsel ins Stocken gerät. Vielen Nutzern ist das zu kurz. In den Rezensionen beklagen sich die Spieler darüber, dass sie "Last Voyage" bereits nach 15 Minuten durchgezockt haben.