Kartenfehler: Apple schickt iPhone-Nutzer in den Wald - DER SPIEGEL
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Kartenfehler Apple schickt iPhone-Nutzer in den Wald

Apples Online-Karten haben immer noch Fehler. Weil eine australische Kleinstadt von den Apple Maps mitten in einen Nationalpark verlegt wurde, warnt nun die Polizei vor der iPhone-Navigation: Ohne ausreichend Wasser im Gepäck könnte die Odyssee tödlich enden.
Apple-Karte: Dort ist ein Nationalpark, aber keine 30.000-Einwohner-Stadt
Apple-Karte: Dort ist ein Nationalpark, aber keine 30.000-Einwohner-Stadt

Apple-Karte: Dort ist ein Nationalpark, aber keine 30.000-Einwohner-Stadt

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Über die Fehler in Apples Online-Karten hat sich das Web schon vor Monaten lustig gemacht - nun warnt die australische Polizei vor "lebensbedrohlichen" Folgen. Mehrere iPhone-Nutzer seien bei Hitze in einen abgelegenen Nationalpark ohne Versorgungsmöglichkeiten geleitet worden, so die Polizei. Wenn es dort 45 Grad heiß sei, könnte "jemand sterben", sagte der Polizeiinspektor Simon Clemence dem Rundfunksender ABC zu den Vorfällen im Murray Sunset National Park im Bundesstaat Victoria.

Die bekannt gewordenen Irrtümer ereigneten sich, als Nutzer von iPhones versuchten, mit Hilfe der elektronischen Daten in die Stadt Mildura zu gelangen . Die vom Handy übermittelten Daten leiteten sie zu einem Ort in einem Nationalpark, der 70 Kilometer von Mildura entfernt liegt. Die Polizei wies darauf hin, dass in dem mehr als 6000 Quadratkilometer großen Park keine Wasserversorgung gewährleistet werden könne. Dadurch könnte die ganze Sache "lebensbedrohlich" werden.

Die Polizei hat nach eigenen Angaben sechs Verkehrsteilnehmer gerettet , die auf diese Weise in dem Nationalpark gestrandet waren. Einige sollen 24 Stunden dort ausgeharrt haben, ohne ausreichende Versorgung mit Essen oder Wasser. Für Handyempfang hätten sie lange Strecken zu Fuß zurücklegen müssen.

Die Nutzer der Apple-Karte hatten sich offenbar nicht daran gestört, dass Mildura in der App nur ein Punkt im Nichts ist, ohne Stadtzentrum und Nebenstraßen. Bei rund 30.000 Einwohnern hätte man zumindest eine Verbindung zur nächsten größeren Straße erwarten können. Nicht einmal die ist in der Apple-Karte eingezeichnet, Satellitenbilder zeigen nur kleine Forstwege. Und jede Menge Bäume.

Zum Start des Kartendienstes im September sah es dermaßen bitter aus, dass Firmenchef Tim Cook sich in einem offenen Brief bei allen Nutzern entschuldigen musste. Er empfahl sogar, vorerst besser die Karten der Konkurrenz zu verwenden. Fans von Google Maps warten bisher allerdings vergeblich auf eine Karten-App von Google für Apple-Geräte. Das Desaster nutze Apple dann auch, um einen in der Firma umstrittenen Top-Manager, Scott Forstall, zu entlassen.

Über diese Kartenfehler ätzte das Web zum Start der Apple-Karten:

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Foto: Noah Berger / REUTERS
ore/AFP