Mobilfunk: iPhone 5 soll LTE bekommen - DER SPIEGEL
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LTE-Technologie Neues iPhone 5 soll Turbo-Funk bekommen

Die Datenübertragung LTE läuft schneller als UMTS, nun will angeblich auch Apple sein neues Smartphone mit der Technologie ausstatten. Laut "Wall Street Journal" soll das iPhone 5 den Turbo-Funk bekommen.
Foto von iLab Factory: So sieht das iPhone 5 angeblich aus
Foto von iLab Factory: So sieht das iPhone 5 angeblich aus

Foto von iLab Factory: So sieht das iPhone 5 angeblich aus

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Hamburg - "Es ist schon fast da", schreibt das Unternehmen Apple in seiner Presseeinladung zum 12. September. Ein Schatten im Hintergrund des Schreibens hat die Form einer Fünf. Und so gibt es kaum noch Zweifel, dass also am kommenden Mittwoch das neue iPhone vorgestellt wird.

Schon häufen sich Spekulationen über Funktionen des neuen Smartphones. Der japanische Reparaturshop iLab Factory hatte nach eigenen Angaben sogar Ersatzteile des nächsten iPhone-Modells erhalten und zu einem Gerät zusammengesetzt - das Foto ging um die Welt (siehe Abbildung).

Nun gibt es neue Gerüchte: Laut einem Bericht von "Wall Street Journal"-Online wird das iPhone 5 den schnellen Datenfunk LTE unterstützen. Smartphones anderer Firmen bieten den Dienst bereits an.

Das iPhone 5 werde mit LTE-Netzen unter anderem in den USA, Europa und Asien funktionieren, aber wohl nicht bei jedem Mobilfunkbetreiber erhältlich sein, berichtete das Online-Medium am Samstag; Namen von Betreibern nennt es aber nicht.

LTE bietet eine deutlich höhere Geschwindigkeit zur Datenübertragung als bisherige UMTS-Netze, was aber nicht immer reibungslos funktioniert. Ein Problem für Gerätehersteller ist, dass in verschiedenen Ländern oft unterschiedliche Frequenzbereiche genutzt werden.

Lücke in Deutschland

So kennt das im Frühjahr erschienene aktuelle Modell von Apples iPad-Tablet nur die vor allem in Nordamerika eingesetzten LTE-Frequenzen 700 und 2100 Megahertz. Deshalb müssen Kunden in Deutschland auf den Datenturbo verzichten. Hierzulande laufen die LTE-Übertragungen mit 800, 1800 und 2600 Megahertz.

Welche Frequenzen von einem Gerät unterstützt werden, hängt vom eingebauten Chip ab. Von Apple war bereits erwartet worden, dass das nächste iPhone LTE in mehr Regionen unterstützt. Beim iPad-Start hatte der Konzern nicht sofort klargestellt, dass es nicht überall LTE-Netze nutzen kann. Deshalb war Apple damals kritisiert worden und musste in Australien 2,25 Millionen australische Dollar (1,8 Millionen Euro) Strafe zahlen.

LTE bietet derzeit Geschwindigkeiten von über 70 Megabit pro Sekunde, in UMTS-Netzen sind es bis zu 42 MBit/Sekunde in der höchsten Ausbaustufe.

boj/dpa