Bürosoftware Office 16 ist da
Microsoft-Chef Satya Nadella: Das neue Office und die Wolke
Foto: Jason Redmond / REUTERSMicrosofts Office wird vermutlich von den wenigsten Computernutzern geliebt, bekannt aber ist es trotzdem fast jedem. Wenn "Wired" richtig informiert ist , dann ist jeder siebte Erdenbürger Office-Nutzer, das sind weit mehr als eine Milliarde Menschen. Die meisten davon allerdings benutzen irgendeine Office-Version, aber definitiv nicht die aktuelle. Microsofts Cloud-basiertes Office-Paket Office 365, für das man ein Abonnement abschließt, statt es käuflich zu erwerben, bringt es bislang nur auf 15,2 Millionen zahlende Nutzer. Das soll sich jetzt ändern - mit Office 16 für den PC, das seit Dienstag offiziell erhältlich ist .
Office 16, und hier wird es ein bisschen verwirrend, ist im Prinzip Office 365. Man schließt wiederum ein Abonnement ab, das für Einzelnutzer (Personal Edition) sieben Euro und für Familien oder Kleingruppen von bis zu fünf Nutzern (Home Edition) zehn Euro pro Monat kostet. Für Unternehmen gibt es andere Angebote.
Zusätzlich zu den Lizenzen für PC oder Mac bekommen Nutzer der Home Edition noch Lizenzen für bis zu fünf Tablets und fünf Smartphones dazu. Wer die Personal Edition nutzt, erhält jeweils eine Lizenz extra.
Microsoft hat kürzlich einen Manager auf die Bühne geschickt, als Apples Riesen-Tablet iPad Pro vorgestellt wurde - das hatte viel mit Office 16 zu tun. Das neue Office soll auf allen erdenklichen Mobilgeräten laufen, auf Android- ebenso wie auf Apple-Geräten.
Gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten in der Cloud
Der zahlende Kunde bekommt für sein Geld trotz Cloud- und Abomodell Software zum Installieren, das Paket besteht aus Word, Outlook, PowerPoint, OneNote und Excel. Zusätzlich gibt es ein Terabyte Cloudspeicher pro Nutzer. Der ist für die wohl wichtigste neue Funktion des Office-16-Pakets zentral: das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten in Arbeitsgruppen. So wie Nutzer von Google-Dokumenten oder anderen Cloud-Diensten das längst gewöhnt sind, aber innerhalb einer Benutzeroberfläche, die sich sehr am gewohnten Office orientiert.
Nutzer sollen Dokumente nicht nur parallel bearbeiten, sondern auch direkt aus den jeweiligen Büroanwendungen heraus miteinander kommunizieren können, via Textnachricht oder Skype.
Im neuen Office gibt es außerdem wieder ein Helferlein, eine Funktion namens "Tell me", die Nutzer auf intelligente Weise auf gerade benötigte Office-Funktionen hinweisen soll. Microsoft verspricht, dass "Tell me" rein gar nichts mit Karl Klammer gemeinsam hat. Man wird sehen.
Einzellizenzen von Office 2016 sind laut Microsoft erst ab Mittwoch erhältlich: Office Home & Student 2016 kostet 149 Euro pro Einzellizenz, heißt es, Office Home & Business 2016 wird für 279 Euro pro Einzellizenz angeboten.