Panorama-Fotos: Apps für mehr Weitblick
Panorama-Apps So lernen Smartphones den Rundumblick
Sie haben es vielleicht schon gehört: SPIEGEL ONLINE ist in ein neues Büro gezogen, wir sitzen nun alle in einem Großraum. Ein einzelner Schnappschuss mit dem Smartphone kann die neue Arbeitsumgebung gar nicht richtig einfangen - ein Panoramabild muss her. Zwei Apps für Apple-Geräte, die aus einzelnen Fotos ein großes erstellen, haben wir im 13. Stock des neuen SPIEGEL-Hauses in der Hamburger HafenCity ausprobiert.
360 Panorama
Beim Start sieht diese App aus wie ein leeres Holodeck im Raumschiff Enterprise: Ein Gitternetz ist zu sehen, weiß auf schwarz. Das Live-Bild der Kamera wird hier hinein projiziert. Nach einem Tap auf den Aufnahmeknopf geht es los, das gewünschte Panorama lässt sich mit der Kamera einfach abfahren. Bewegt man das Gerät zu schnell, bleibt das Bild an dieser Stelle schwarz. Es ist aber kein Problem, über so eine Stelle erneut drüberzufahren.
Mit einem zweiten Tap beendet man die Aufnahme. Das 360-Grad-Panorama kann dann als einfaches Bild verschickt werden. Alternativ kann man sich aus der App heraus ein Profil auf der zugehörigen Seite 360.io einrichten. Das funktioniert ebenso mit einem bestehenden Twitter- oder Facebook-Zugang. Über die Website lässt sich das Panorama in einer interaktiven Variante veröffentlichen - wie hier zum Beispiel .
AutoStitch Panorama
Diese App kommt zum Einsatz, nachdem mehrere Fotos geschossen wurden - etwa mit der standardmäßigen Foto-App von Apple oder jeder anderen Kamera-Software. Zunächst heißt es also: fotografieren. Dabei sollten sich nebeneinander liegende Bilder um jeweils rund ein Drittel überlappen, empfiehlt der Hersteller. Aus der Fotosammlung des Handys wählt man in der App dann die Fotos aus, die automatisch zusammengerechnet werden sollen.
Das Ergebnis lässt sich dann noch beschneiden - denn hat man das Telefon bei einem waagerechten Panorama nicht bei allen Aufnahmen exakt auf derselben Höhe gehalten, gibt es am Fotorand zum Teil schwarze Stellen. In der Fotostrecke ist das zu sehen, da wurde auf den Randbeschnitt verzichtet. Schließlich kann das zusammengenähte Bild auf dem Telefon gespeichert, per E-Mail verschickt oder via Twitter und Facebook verteilt werden.
Fazit
Bei unserem Test herrschten erschwerte Bedingungen: Die Lichtverhältnisse waren denkbar ungünstig, Monitore und helles Licht von außen machen die automatische Belichtung schwierig. Die mit der iPhone-Kamera-App geschossenen Fotos, die anschließend mit AutoStitch zusammengesetzt wurden, sind deutlich besser belichtet. Dafür dauert diese Methode länger als bei 360 Panorama, wo man nicht erst einzelne Fotos schießen muss. Das Ergebnis ist aber ein dunkleres Bild, das außerdem noch unschärfer wirkt.