Elon Musk: Tesla-Chef sagt Wikipedia mit Grokipedia den Kampf an - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Eigene Online-Enzyklopädie angekündigt Musk sagt Wikipedia den Kampf an

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia ist Elon Musk schon lang ein Dorn im Auge, weil sie politisch nicht auf seiner Linie liegt. Jetzt will er eine Alternative entwickeln lassen – auf Basis seines umstrittenen KI-Chatbots Grok.
Techmilliardär Elon Musk
Techmilliardär Elon Musk

Techmilliardär Elon Musk

Foto: Gage Skidmore / ZUMA Press Wire / IMAGO

Techmilliardär Elon Musk will der Online-Enzyklopädie Wikipedia Konkurrenz machen. Bei seiner KI-Firma xAI werde eine Alternative mit dem Namen Grokipedia entwickelt, schrieb Musk auf der ebenfalls ihm gehörenden Plattform X. Es werde eine »massive Verbesserung« gegenüber der Wikipedia sein, versprach Musk.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Seine jüngsten Unternehmungen in Sachen KI stimmen da weniger optimistisch: Der KI-Chatbot Grok, an den der Name von Musks geplanter Enzyklopädie angelehnt ist, sorgte für Kontroversen, unter anderem mit antisemitischen Äußerungen. Musks Firma machte eine fehlerhafte Programmierung dafür verantwortlich.

Auch der nach einer Pannenserie  im Juli vorgestellte Grok4 fiel mit zweifelhaftem Verhalten auf. Die ersten Tester stellten eine auffällige Nähe des Chatbots zu Musks Weltsicht fest: Wenn es um kontroverse Fragen geht, versichert sich Grok offenbar oft zunächst dessen, was Musk bereits zum Thema gesagt hat. 

Solche Entwicklungen wecken nicht nur bei Experten, sondern auch bei der Politik Befürchtungen, dass KI zur politischen Einflussnahme genutzt wird. Die EU-Kommission hat bereits angekündigt, die jüngsten Entgleisungen von Grok in die aktuellen Ermittlungen gegen X einzubeziehen.

Mehr zum Thema

Bei Wikipedia werden die Beiträge von Nutzern erstellt, gegengecheckt und bearbeitet. Musk behauptet schon lange, die Enzyklopädie sei nicht objektiv und habe eine linke politische Ausrichtung.

Er selbst ist für seine offen rechten Ansichten bekannt. Musk warb etwa im Bundestagswahlkampf für die Alternative für Deutschland.

Musks Weggefährte David Sacks, der von Präsident Donald Trump zum KI-Beauftragten berufen wurde, kritisierte kurz vor der Ankündigung, dass Wikipedia zum Training von Software mit künstlicher Intelligenz verwendet wird.

Techkonzerne wollen eine höhere künstliche Intelligenz erschaffen. Kritiker fürchten, so eine KI wäre unkontrollierbar. Andere wiegeln ab. Die SPIEGEL-Titelstory lesen Sie hier. 

naw/dpa