Eigene Online-Enzyklopädie angekündigt Musk sagt Wikipedia den Kampf an
Techmilliardär Elon Musk
Foto: Gage Skidmore / ZUMA Press Wire / IMAGOTechmilliardär Elon Musk will der Online-Enzyklopädie Wikipedia Konkurrenz machen. Bei seiner KI-Firma xAI werde eine Alternative mit dem Namen Grokipedia entwickelt, schrieb Musk auf der ebenfalls ihm gehörenden Plattform X. Es werde eine »massive Verbesserung« gegenüber der Wikipedia sein, versprach Musk.
We are building Grokipedia @xAI.
— Elon Musk (@elonmusk) September 30, 2025
Will be a massive improvement over Wikipedia.
Frankly, it is a necessary step towards the xAI goal of understanding the Universe. https://t.co/xvSeWkpALy
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Seine jüngsten Unternehmungen in Sachen KI stimmen da weniger optimistisch: Der KI-Chatbot Grok, an den der Name von Musks geplanter Enzyklopädie angelehnt ist, sorgte für Kontroversen, unter anderem mit antisemitischen Äußerungen. Musks Firma machte eine fehlerhafte Programmierung dafür verantwortlich.
Auch der nach einer Pannenserie im Juli vorgestellte Grok4 fiel mit zweifelhaftem Verhalten auf. Die ersten Tester stellten eine auffällige Nähe des Chatbots zu Musks Weltsicht fest: Wenn es um kontroverse Fragen geht, versichert sich Grok offenbar oft zunächst dessen, was Musk bereits zum Thema gesagt hat.
Solche Entwicklungen wecken nicht nur bei Experten, sondern auch bei der Politik Befürchtungen, dass KI zur politischen Einflussnahme genutzt wird. Die EU-Kommission hat bereits angekündigt, die jüngsten Entgleisungen von Grok in die aktuellen Ermittlungen gegen X einzubeziehen.
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Chatbot Grok: Die KI-Pannenserie des Elon MuskVon Torsten Kleinz und Max Hoppenstedt Heinrichs6 Min
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Bei Wikipedia werden die Beiträge von Nutzern erstellt, gegengecheckt und bearbeitet. Musk behauptet schon lange, die Enzyklopädie sei nicht objektiv und habe eine linke politische Ausrichtung.
Er selbst ist für seine offen rechten Ansichten bekannt. Musk warb etwa im Bundestagswahlkampf für die Alternative für Deutschland.
Musks Weggefährte David Sacks, der von Präsident Donald Trump zum KI-Beauftragten berufen wurde, kritisierte kurz vor der Ankündigung, dass Wikipedia zum Training von Software mit künstlicher Intelligenz verwendet wird.
Techkonzerne wollen eine höhere künstliche Intelligenz erschaffen. Kritiker fürchten, so eine KI wäre unkontrollierbar. Andere wiegeln ab. Die SPIEGEL-Titelstory lesen Sie hier.