5G: Keine Intel-Chips in künftigen iPhones - DER SPIEGEL
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5G Keine Intel-Modems für künftige iPhones

Eigentlich wollte Intel 2020 einen 5G-Chip für Smartphones auf den Markt bringen. Doch das Unternehmen macht einen Rückzieher. Das erste 5G-fähige iPhone wird deshalb wohl ein Qualcomm-Modem haben.
iPhone XS im Steve Jobs Theater
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Foto: Marcio Jose Sanchez/DPA
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Intel stoppt die Entwicklung von Modem-Chips für Smartphones und überlässt das Feld damit weitgehend dem Rivalen Qualcomm. Man sehe keinen klaren Weg, in dem Geschäft profitabel zu sein, erklärte Intel-Chef Bob Swan.

Intel-Modems für die aktuellen Netze des Mobilfunk-Standards 4G/LTE sollen zwar weiterhin an die Hersteller geliefert werden. Den für 2020 angekündigten Chip für den superschnellen 5G-Datenfunk werde es aber nicht geben. (Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zu 5G.)

Wenige Stunden zuvor hatten Apple und Qualcomm ihren mehr als zwei Jahre andauernden Patentstreit mitten in einem wichtigen Prozess beendet. Apple nimmt eine Patentlizenz von Qualcomm auf und wird auch Chips bei Qualcomm beziehen. Wenn, wie vermutet wird, 2020 das erste 5G-fähige iPhone auf den Markt kommt, dürfte es also ein Qualcomm-Mobilfunkmodem haben.

Lesetipp aus dem Archiv

In den jüngsten iPhones kamen Modem-Chips von Intel zum Einsatz. Unklar blieb zunächst, ob die Aussicht auf den Verlust von Apple als Kunden Intel zum Rückzug aus dem Geschäft bewog - oder ob umgekehrt Apple Frieden mit Qualcomm schließen musste, weil der iPhone-Konzern schon wusste, dass es keinen 5G-Chip von Intel geben wird.

Qualcomm hat bereits Smartphone-Modems für den 5G-Standard im Angebot. Intel wäre im kommenden Jahr also ohnehin spät dran gewesen. Das Unternehmen will sich bei seinen 5G-Anstrengungen nun stattdessen auf die Netzwerk-Infrastruktur konzentrieren.

pbe/dpa