Apple-Gerüchte Surftablett soll ein Plattenspieler werden
Die britische Wirtschaftszeitung "Financial Times" ("FT") berichtete am Montag, Apple arbeite mit den vier weltweit größten Plattenfirmen zusammen, um "digitale Verkäufe von Alben zu stimulieren, indem man ein interaktives Booklet" und andere Zusätze mit der eigentlichen Musik zusammen anbietet. Das Projekt läuft dem Bericht zufolge unter dem Codenamen "Cocktail".
Im gleichen Artikel bestätigt die Zeitung auch die aktuellen Gerüchte über ein neues Stück Apple-Hardware: Das Ende vergangener Woche in Tech-Blogs in den USA beschriebene Surftablett solle schon "rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft" fertig werden. Den Gerüchten zufolge soll es sich um eine Art überdimensionierten iPod Touch handeln, mit 10 Zoll (25 Zentimeter) Bildschirmdiagonale, einem Touchscreen und einem drahtlosen Internet-Zugang.
Ein nicht namentlich genannter "Manager aus der Unterhaltungsindustrie" wird mit den Worten zitiert, das neue Gerät werde "fabelhaft sein, um sich damit Filme anzusehen". Auch Verleger führten bereits Gespräche mit Apple, weil das neue Gerät sich auch als Alternative zu Amazons Lesegerät Kindle eignen könnte, so die "FT".
Einem weiteren Gerücht zufolge gibt es in den USA Verhandlungen zwischen Apple und dem Telekom-Anbieter Verizon, um schon im kommenden Jahr die vierte Generation für mobilen Datenfunk verfügbar zu machen, die noch schneller sein soll als UMTS. Das Surftablett könnte mit einer sogenannten LTE-Anbindung im mobilen Netz ebenso schnell unterwegs sein wie ein herkömmlicher Computer, der an einer DSL-Leitung hängt.
EMI, Sony Music, Warner Music und die Universal Music Group wollen dem Bericht zufolge Alben in einer neuen Form präsentieren, für die sich das Gerät besonders gut eigne. Die "FT" zitiert einen Manager mit den Worten: "Es geht darum, die Hochzeit des Albums zurückzubringen, als man mit seinen Freunden zusammensaß und sich die Gestaltung des Plattencovers ansah, während man sich die Musik anhörte."
Albenverkäufe sind seit Jahren rückläufig, digital kaufen Kunden eher einzelne Songs als komplette Langspielplatten. Allein im Jahr 2008 sanken die Verkäufe laut Nielsen Soundscan um 14 Prozent.