Apple: Gerüchte über Billigversion des iPhone - DER SPIEGEL
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Highspeed-iPhone: Das soll das nächste Apple-Handy können

Foto: David Paul Morris/ AFP

Apple Gerüchte über Billigversion des iPhone

Kommt jetzt das iPhone für alle? Parallel zur Einführung des iPhone 5 werde Apple angeblich eine Billigversion des iPhone 4 auf den Markt bringen, berichtet Reuters. Das Billig-iPhone könnte in die Fußstapfen des 3GS treten, das bis heute erfolgreich ist.
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Die Produktion eines neuen iPhone-Modells soll schon begonnen haben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings handele es sich bei dem Gerät, das bei Apples Zulieferern jetzt vom Band rollt, nicht um ein iPhone 5, sondern um eine neue Variante des iPhone 4. Dieses "iPhone-4-Light" sei mit nur acht Gigabyte Speicher bestückt, soll dadurch erheblich billiger als seine Vorgänger werden und schon in wenigen Wochen auf den Markt kommen.

Die Quellen, von denen diese Informationen stammen, benennen die Reuters-Autoren allerdings nicht. Die Angaben würden von zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen stammen, die auf Anonymität bestehen, weil Apple von seinen Zulieferern absolute Geheimhaltung verlangt, heißt es bei Reuters. Es ist nicht das erste Gerücht über ein Billig-iPhone - schon mehrere Male wurde kolportiert, etwas Derartiges sei in Arbeit, bislang immer zu unrecht.

Plausibel sind die neuen Angaben trotzdem. Auch nachdem das iPhone 3GS vom iPhone 4 abgelöst worden war, behielt Apple ein iPhone 3GS mit acht Gigabyte Speicher als Billigvariante im Angebot. Kostet das iPhone 4 in der günstigsten Version und ohne Vertrag bei Apple 629 Euro, wird das mager ausgestattete iPhone 3GS 110 Euro billiger, für 519 Euro, angeboten. Inklusive Vertrag bekommt man es sogar ab einem Euro. In den USA sorgte die Einzelhandelskette Best Buy am Wochenende für Aufregung, als sie das iPhone 3GS bei Vertragsabschluss oder -verlängerung kostenlos anbot.

Dauerbrenner 3GS

Einer Studie der NPD Group zufolge erfreut sich dieses Billigangebot großer Beliebtheit. Demnach ist das iPhone 3GS, gleich nach dem iPhone 4, das in den USA am zweithäufigsten verkaufte Smartphone. Der kleine Speicher, der langsamere Prozessor und das im Vergleich schlechtere Display scheinen durch den günstigeren Preis also aufgewogen zu werden.

Dass es Apple gelingen könnte, mit einem solchen Lowcost-iPhone-4 in die boomenden Märkte der Schwellenländer vorzustoßen, glaubt Bonnie Chang, Analyst bei Yuanta Securities, trotzdem nicht. Zwar gebe es dort eine große Nachfrage nach Smartphones als Ersatz für populäre Feature-Phones, doch werde das angeblich geplante iPhone-4-Modell selbst dafür wohl noch zu teuer. Chang erwartet einen Preis um oder über 200 Dollar, der nach seiner Meinung zu hoch wäre. Er glaubt, Apple müsse noch ein weiteres, noch billigeres iPhone herausbringen, um in diesen Ländern erfolgreich sein zu können.

Apple selbst gibt zu diesen Gerüchten, wie immer, keinen Kommentar ab. Das Unternehmen folgt seit Jahren strikt der Devise, derartige Vermutungen nicht zu kommentieren oder sich zu geplanten Produkten zu äußern.

45 Millionen iPhone 5

Dennoch gilt in der Branche als sicher, dass Apple im Oktober eine neue Version seines iPhone vorstellen wird. Das vermutlich iPhone 5 genannte Gerät soll über ein größeres Display, eine verbesserte Antenne und eine 8-Megapixel-Kamera verfügen. In Betaversionen des angekündigten iPhone-Betriebssystems iOS5 sollen zudem Hinweise gefunden worden sein, die darauf hindeuten, dass das iPhone 5 die schnelle Datenfunktechnik LTE unterstützt.

Eine Einführung im Oktober würde es Apple ermöglichen, das neue Handy noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft in den Handel zu bringen. Bisher hatte der Konzern den Zeitraum vor Weihnachten stets für die Einführung neuer iPod-Modelle genutzt. Deren Bedeutung und Markterfolg hat allerdings unter den iPhones gelitten, die eine iPod-Funktion mitbringen. Laut Reuters haben die Apple-Zulieferer Hon Hai und Pegatron Produktionsaufträge für insgesamt 45 Millionen neue iPhones bekommen.

mak