Intelligente Uhr Apple heuert mehr Entwickler für Smartwatch an
Computer-Armbanduhr (i'm Watch): Eine Apple-Uhr kommt wohl erst 2014
Foto: i'mWatchLondon/New York - Die Entwicklung einer Computer-Armbanduhr überfordert angeblich Apples Kapazitäten. Das berichtet die "Financial Times " in ihrer Montagsausgabe unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen. Demnach hätten Apples Entwickler bei dem Projekt einige "schwerwiegende technische Probleme, die sie bisher nicht lösen konnten".
Der iPhone-Konzern stelle deshalb seit einigen Wochen "aggressiv" neue Entwickler für das Projekt ein, heißt es in dem Bericht weiter. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete bereits vor einiger Zeit, dass mehr als hundert Ingenieure an dem Gerät arbeiten. Spezialisten von außen sollen nun helfen, die bisher ungelösten Probleme zu beseitigen. Auch der Zukauf kleiner Firmen, die in der Lage sein könnten, das Projekt zu unterstützen, wird demnach nicht ausgeschlossen.
Über eine mögliche Computeruhr von Apple wird schon seit Monaten spekuliert. Zuletzt wurde bekannt, dass der Konzern sich den Namen "iWatch" in mehreren Ländern schützen ließ. Einige Branchenbeobachter hatten deshalb spekuliert, das neuartige Apple-Gerät werde schon in diesem Jahr auf den Markt kommen. Die Quellen der "Financial Times" hingegen gehen davon aus, dass die Markteinführung erst im Herbst 2014 stattfinden wird.
Eine Uhr wäre das erste komplett neuentwickelte Produkt seit dem Tod von Apple-Gründer Steve Jobs im Herbst 2011. Elektronische Geräte, die man am Körper trägt, sogenanntes wearable computing, gelten als das nächste große Ding in der Elektronikbranche. Bereits jetzt bieten verschiedene Firmen beispielsweise Armbänder an, mit denen man körperliche Aktivitäten aufzeichnen und auswerten kann.
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Ebenso haben bereits etliche Unternehmen Minicomputer in Form von Armbanduhren im Angebot. Sie alle eint allerdings, dass sie im Vergleich mit Smartphones nur einen sehr eingeschränkten Funktionsumfang haben. Zudem sind einige Modelle ausgesprochen klobig und bieten nur mäßige Akkulaufzeiten.
Apple-Konkurrent Google experimentiert bereits mit einer weiteren Entwicklungsstufe des wearable computing: Die Computer-Brille Google Glass, die bisher nur wenige Softwareentwickler kaufen konnten, soll Smartphone-Funktionen direkt in das Blickfeld des Nutzer einblenden. Medienberichten zufolge plant der Internetkonzern aber auch eine Datenuhr.
Apple selbst hat sich zu den seit Monaten anhaltenden Gerüchten über eine Smartwatch bisher nicht geäußert. Der Konzern hält sich strikt an seine Maxime, erst dann über neue Produkte zu sprechen, wenn diese entweder bereits lieferbar sind oder zumindest soweit entwickelt sind, dass ihre Markteinführung kurz bevorsteht.