Wearables Die Apple Watch wird angeblich abgespeckt
Fitness-Tracker auf der Apple Watch: Verzicht auf einige Funktionen
Foto: SPIEGEL ONLINEWie üblich, schaffen es die Produktentwickler aus Cupertino, vor der Markteinführung eines neuen Geräts die Erwartungen an das Produkt hochzuschrauben. Um die zu erwartende Nachfrage nach der Apple Watch befriedigen zu können, hat Apple bei seinen Zulieferern angeblich fünf bis sechs Millionen Exemplare der Smartwatch in Auftrag gegeben. Wie das "Wall Street Journal " unter Berufung auf anonyme Quellen meldet, sollen die Uhren im Laufe des ersten Quartals nach Einführung der Apple Watch ausgeliefert werden.
Angesichts der bisherigen Verkäufe von Android-Smartwatches wäre das ein enormer Erfolg. Erst vor wenigen Tagen hatten Marktforscher von Canalys Schätzungen veröffentlicht, wonach 2014 insgesamt nur 720.000 Uhren auf Basis von Android Wear Käufer gefunden haben.
Dabei bezieht sich Apples Produktionsorder zur Hälfte auf das Einstiegsmodell Apple Watch Sport, ein weiteres Drittel soll aus den Standardgeräten bestehen. Die vergoldete Luxusversion Apple Watch Edition werde zunächst nur in geringer Stückzahl produziert. Später sollen von der Edeluhr monatlich eine Million Stück die Fertigungsbänder verlassen. Vor allem auf dem boomenden Markt in China erwarten die Apple-Verantwortlichen eine hohe Nachfrage.
Während die Apple Watch Sport zum Einstiegspreis von 349 Dollar angeboten werden solle, könne der Einstiegspreis für die Apple Watch Edition zu den höchsten gehören, die Apple je für eines seiner Produkte verlangt habe.
Einige Funktionen wird es vorerst doch nicht geben
Möglicherweise erhoffen sich die bereits ungeduldig wartenden Fans von Apples Wearable allerdings etwas zu viel. Vom ursprünglich geplanten Funktionsumfang, der auch die Bereiche Gesundheit und Fitness umfassen soll, können weniger als ursprünglich geplant realisiert werden, schreibt das "Wall Street Journal ".
In einem weiteren Bericht der Zeitung heißt es, einige Sensoren, die eigentlich in der Uhr hätten verbaut werden sollen, hätten Apples hohen Qualitätsanforderungen nicht genügt. Deshalb seien Funktionen wie etwa die Messung der elektrischen Leitfähigkeit der Haut, um den Stressfaktor abzuschätzen, gestrichen worden.
Aus ähnlichen Gründen verzichte Apple auf Sensoren, die den Blutdruck oder den Sauerstoffgehalt im Blut messen sollten. Auch sie hätten nicht verlässlich genug gearbeitet.
Eine weitere Hürde habe darin bestanden, dass die Auswertung solcher gesundheitsbezogenen Daten eine Zulassung der Food and Drug Administration (FDA), der amerikanischen Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde, erfordert hätte. Die zu bekommen sei aber zeitaufwendig und hätte die geplante Markteinführung gefährdet.
Apple selbst hat sich zu den Berichten des "Wall Street Journal" nicht geäußert.