Neue Gadgets Multifunktions-Musikinstrument und leuchtende Hunde
Artiphon: Ein neues elektronisches Musikinstrument
Foto: ArtiphonVR-Brillen, Kühltruhen, zahllose Spiele und Gadgets. Wie wäre es mal mit neuen Ideen für spannende Crowdfunding-Projekte? Ein erstaunlicher Erfolg ist derzeit das Artiphon Instrument 1.
Im Grunde handelt es sich dabei um einen MIDI-Controller, der abhängig von der verwendeten Software am Smartphone, Tablet oder Rechner seine Funktion verändert. Man kann das Instrument wie eine Violine oder wie eine Gitarre halten. Unter Berücksichtigung der Körperhaltung und der verwendeten Apps werden die Tasten und die berührungsempfindliche Fläche am Gerät dann unterschiedlich eingesetzt. Gewissermaßen versucht das Artiphon dann ein anderes Musikinstrument zu sein.
Interessant ist sicherlich auch, dass das Artiphon bereits jetzt mit vielen Apps kompatibel sein soll, unter anderem mit Apples Garageband - der MIDI-Standard macht es möglich. Es soll sich auch als Ersatz für viele andere Instrumente eignen - Bass, Ukulele, Zither und so weiter. Die verwendete Technologie soll eine neue Art des Musizierens ermöglichen und die Kreativität anregen. Zumindest sieht das Teil doch recht ungewöhnlich aus.
Erfolg!
Überraschend ist auch der Erfolg bei Kickstarter. Wollten die Macher eigentlich "nur" 75.000 Dollar einnehmen, hat man mittlerweile die erste Million geknackt. Das dürfte zum einen am recht hohen Preis von 400 US-Dollar (rund 340 Euro) liegen, den ein reguläres Exemplar kosten soll. Wer Geld vorschießt, kann noch etwas sparen oder sich limitierte Ausgaben mit Holz-Teilen sichern. Im Januar 2016 soll die Auslieferung erfolgen. (Sven Wernicke)
Das InfiniteUSB-Kabel bringt seinen eigenen Hub mit
Foto: InfiniteUSBDas InfiniteUSB-Kabel bringt seinen eigenen Hub mit. Dieser besitzt zwar nur einen Port, aber das reicht ja schon aus. Damit ist der Anschluss, in dem der Stecker des InfiniteUSB liegt, für andere Geräte frei. Besonders praktisch ist InfiniteUSB für Nutzer von Laptops, die ja meist nicht besonders üppig mit USB-Anschlüssen ausgestattet sind.
Mit dem InfiniteUSB kann man ein Gerät an seinen Rechner anschließen, ohne den Port zu belegen. Denn es kann immer noch ein weiteres Gerät an der Rückseite des InfiniteUSB-Steckers angeschlossen werden. Theoretisch könnte man so an einem Port mit mehreren InfiniteUSB-Kabeln etliche Geräte anschließen, aber der Strom aus einem Anschluss reicht nur für eine begrenzte Anzahl von Geräten. Unendlich (Infinite) lässt sich das also nicht fortsetzen.
InfiniteUSB ist in drei verschiedenen Versionen erhältlich: als Lightning-Kabel für aktuelle iOS-Geräte, mit Micro-USB-Stecker und mit einer USB-Buchse, also quasi als USB-Verlängerungskabel.
Das InfiniteUSB-Kabel selbst ist 20 Zentimeter lang, mit Steckern werden rund 25 Zentimeter daraus. Die beiden Stecker halten magnetisch, wenn man sie aufeinanderlegt, dadurch kann man sie gut einstecken und mitnehmen. Durch ihre flache Form und geringe Länge verheddern und verknoten sie sich nicht.
Umgerechnet rund 13 Euro kostet ein InfiniteUSB-Kabel. In den FAQ werden internationale Versandkosten von umgerechnet knapp 14 Euro genannt. Die Finanzierungsrunde auf Kickstarter läuft noch bis zum 22. April. Irgendwann im Juni sollen die Kabel dann an die Unterstützer verschickt werden. (Frank Müller)
Armer Dackel. Oder?
Foto: Party NYCMan stelle sich das vor: Bevor man am Abend mit seinem Fellfreund Gassi geht, zieht man ihm eine Weste an, startet eine Smartphone-App und wählt lustige Farbverläufe oder gar Schriftzüge für die integrierten LEDs aus. Der Hund bekommt davon allerdings nicht viel mit.
Die Disco-Dog-LED-Weste verfügt über moderne Technik: Via Bluetooth nimmt der Kälteschutz für Hunde Kontakt zum Smartphone auf. Die App bietet diverse Animationsmodi, die die 256 RGB-LEDs darstellen können. Durch die hohe Anzahl der kleinen Leuchten kann sogar Lauftext dargestellt werden.
Immerhin ein nützlicher Ansatz: Sobald die Bluetooth-Verbindung abbricht, weil sich der Hund beispielsweise zu weit vom Besitzer entfernt, ändert sich das LED-Feld in eine "Lost Dog"-Warnmeldung. Das dürfte dann wohl auch passieren, wenn man Bluetooth am Smartphone deaktiviert, um Energie zu sparen.
Gefährlich?
Die Macher betonen, dass die niedrige Spannung - zum Einsatz kommt ein 3,7-Volt-Akku - zu keiner Zeit eine Gefahr für den Vierbeiner ist. Bei Regen oder Schnee sollte man die Weste allerdings aufgrund der empfindlichen Elektronik besser nicht verwenden.
Drei Modelle sind von Disco Dog vorgesehen - für kleine, mittlere und große Hunde. Auch ist die App für iOS und Android angedacht. Bei Kickstarter sammelten die Verantwortlichen ihre anvisierten 15.000 Dollar ein. Und dabei geht es preislich bei 300 Dollar los.
Da man nur eine limitierte Auflage produzieren möchte (anfänglich), müssen sich Interessierte beeilen, wollen sie sich noch eine Weste sichern. Ab September 2015 soll mit der Auslieferung begonnen werden. (Sven Wernicke)