Bottomless Bin, Deus Ex Aria, Luzi - neue Gadgets - DER SPIEGEL
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Neue Gadgets Die Smartwatch steuern - ohne sie zu berühren

Ein Sensor soll dabei helfen, die Smartwatch mit Fingergesten zu bedienen. Außerdem im Gadget-Überblick von neuerdings.com: eine Nachttischlampe, die Befehle entgegennimmt - und eine Crowdfunding-Kampagne für den Mülleimer.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Deus Ex Aria: Geräte steuern per Fingerstreich

Deus Ex Aria: Geräte steuern per Fingerstreich

Foto: Kickstarter/ Deus Ex Technology

Ein kleiner Sensor soll Gestensteuerung und smarte Armbanduhren zusammenbringen und dafür sorgen, dass sich die Uhren allein durch Fingerbewegungen steuern lassen. Man trägt ihn als Clip am Band der Uhr, und das soll die Kontrolle ungemein vereinfachen. Soweit die Theorie.

Gedacht ist Deus Ex Aria für Smartwatches mit Android Wear sowie die Pebble Time. Möglich wird die Fingersteuerung durch Sensoren, die Bewegungen wahrnehmen und in Befehle umwandeln. Durch eine freie Belegung der Gesten, die Daumen und alle Finger berücksichtigen, soll eine flexible Kontrolle möglich sein. Ob man nun zum nächsten Track beim Hören von Musik wechseln, die GoPro einschalten oder einen Anruf entgegennehmen möchte, ist dem Nutzer überlassen.

Technisch bedingt gibt es allerdings mindestens einen gravierenden Nachteil: Die Version für Android Wear besitzt einen eigenen Akku, der bis zu 24 Stunden hält. Danach muss der Clip aufgeladen werden. Die Pebble-Time-Variante, die über die Schnittstelle des Herstellers kommuniziert, zwackt sich Energie vom Akku der Smartwatch ab und verkürzt die Laufzeit um rund 15 Prozent. Die Pebble-Lösung sollte daher wohl der praktischere Weg sein. Doch auch hier stellt sich die Frage, wie gut und zuverlässig die Steuerung mit den Fingern, die man den ganzen Tag auf sehr verschiedene Arten bewegt, überhaupt funktioniert. (Sven Wernicke)

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Bottomless Bin: Crowdfunding-Kampagne für den Mülleimer

The Bottomless Bin: Tütenspender für den Mülleimer

The Bottomless Bin: Tütenspender für den Mülleimer

Foto: The Bottomless Bin

Die Situation kennen vermutlich viele: Man benötigt dringend eine neue Mülltüte, weiß aber nicht mehr, wo man die Rolle hingelegt hat. Das Problem möchten ein paar Australier jetzt lösen und sammeln für ihre Erfindung per Kickstarter Geld.

Die Idee und Umsetzung des Konzepts klingt so simpel, dass man sich wundert, warum sie nicht schon längst erhältlich ist. Denn: Die Erfindung ist nichts anderes als ein Plastikgehäuse, in das man eine Mülltüten-Rolle hineinlegt und dann das Ganze mittels Saugnäpfen am Boden des Mülleimers befestigt. Das war's.

Ein fairer Preis ohne versteckte Abzocke

Der Halter ist mit den meisten Mülltüten von namhaften Herstellern "kompatibel". Das heißt, man muss keine speziellen und überteuerten Mülltüten kaufen, wie es bei anderen Mülleimer-Patenten - zum Beispiel für Babywindeln - der Fall ist.

Zugegeben, The Bottomless Bin ist ein unspektakuläres Produkt. Aber es sorgt für die Lösung eines banalen und bislang nicht gelösten Problems. Zudem wird die Kickstarter-Kampagne passend zum Thema mit Witz präsentiert. Allerdings möchten die Erfinder für die Serienproduktion, die bald starten soll, umgerechnet rund 20.000 Euro einsammeln. Ganz schön viel Geld für eine neckische Idee. (Jürgen Kroder)

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Smarte Nachttischlampe "Luzi" soll das Schlafen verschönern

Nachttischlampe Luzi: Kennt die Uhrzeit und das Wetter

Nachttischlampe Luzi: Kennt die Uhrzeit und das Wetter

Foto: Inventjin

Auf den ersten Blick sieht Luzi bloß wie eine wuchtige Lampe für den Nachttisch aus. Allerdings kann man mit ihr sprechen. Außerdem soll die Leuchte unter anderem Musik spielen, den Schlaf verbessern und gleichzeitig Smartphone oder Smartwatch laden.

Der Werbespot der Macher von Luzi für ihre Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo zeigt, was die Lampe fürs Schlafzimmer alles bieten möchte: Das offensichtlichste Merkmal ist die Sprachsteuerung. So kann man über einen gesprochenen Befehl das Licht dimmen, eine bestimmte Beleuchtung auswählen oder Musik abspielen. Hier versprechen die Verantwortlichen ein "therapeutisches" Licht mit gedämpften Farben. Bei dem Soundsystem handelt es sich um einen Bluetooth-Speaker, der Inhalte vom Smartphone oder Tablet abspielen könne.

Apropos: Auf der Vorderseite von Luzi befindet sich eine Fläche, auf der man schnurlos Telefone oder gar die Smartwatch aufladen kann. Alternativ gibt es auf der Rückseite vier USB-Ports zum Laden der Akkus anderer Geräte. Eine bewegliche Uhr gehört ebenfalls zur Lampe. Sie lässt sich mit verschiedenen Ziffernblättern individualisieren, auf Wunsch stellt sie auch Temperatur, Wetterbericht und andere Informationen dar. Eine Anbindung zu diversen Herstellern von Smart-Home-Produkten und Wearables verspricht man ebenfalls, darunter fitbit, switchmate, Lockitron oder LifeQ.

All das scheint bisher allerdings nur wenige Menschen zu überzeugen. Der große Erfolg blieb bei Indiegogo bisher aus, was durchaus an dem hohen Preis liegen dürfte. 249 Dollar soll eine solche Lampe kosten, wenn man Geld vorschießt. Der reguläre Preis soll sogar bei 300 Dollar liegen, wenn Luzi eventuell im März 2016 erscheint. Das ist happig, zumal noch gar nicht klar ist, wie gut etwa die Sprachsteuerung funktioniert und ob die Lampe tatsächlich eine Bereicherung für den Alltag sein kann. (Sven Wernicke)