Bildbearbeitung Kampf dem Rauschen
Bildrauschen: Sollte nicht so präsent sein, dass es unangenehm auffällt
Foto: DOCMA/ Christian ÖserÜber das Thema Bildrauschen wird in Onlineforen heißblütig diskutiert. Während sich die eine Fraktion dabei angenehm an das analoge Korn erinnert fühlt, versucht die andere Seite jedes kleinste Rauschmuster zu eliminieren.
Die Wirkung des Rauschens liegt wie so oft in der Mitte: Rauschen an sich ist nicht negativ, sondern für den Strukturerhalt in einem Foto sogar förderlich. Allerdings sollte das Bildrauschen niemals so präsent sein, dass es dem Betrachter sofort unangenehm auffällt.
Die Entwicklungen haben in den letzten Jahren einen gewaltigen Sprung gemacht, was die Bildqualität bei modernen Kameras angeht. Hier überzeugen die Ergebnisse schon mit wenig Nachbearbeitung, selbst dann noch, wenn ISO-Werte weit jenseits von 3200 ins Spiel kommen. Bei günstigen Modellen und Kompaktkameras bereitet ein überdurchschnittlich starkes Rauschen allerdings weiterhin Sorgen.
Doch wie entsteht Bildrauschen überhaupt? Einfach gesagt, trifft Licht auf den Kamerasensor und löst gezielt Elektronen aus, die später in Pixel umgewandelt werden. Ein Problem ist allerdings die immer vorhandene Grundspannung und generell Wärme: Erhitzt sich der Sensor, gelangen Elektronen ungewollt in zufällige Bewegung.
Bei viel Umgebungslicht, wie etwa tagsüber, spielt das kaum eine Rolle. Bei wenig Licht vermischen sich allerdings die "guten" und "schlechten" Elektronen, und das Rauschen steigt an. Wird der ISO-Wert erhöht, führt die Kamera eine Signalverstärkung durch, was sowohl das eintreffende Licht als auch das Rauschen zusätzlich verstärkt.
Auf den folgenden Seiten lernen Sie nicht nur Lightrooms Rauschreduzierung kennen, sondern erhalten auch Tipps zum Finden der richtigen Einstellungen und erfahren, wie sich diese Werte schon beim Importieren automatisch zuweisen lassen.
DOCMA 4/2014
Doc Baumanns Magazin für digitale Bildbearbeitung
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