DxO One: Aufsteckkamera für iPhone und iPad
DxO One Aufsteckmodul soll iPhone zu High-End-Kamera machen
Gerade erst hat Apple-Marketingchef Phil Schiller klargestellt, wie wichtig die Kamera im iPhone ist. In einem Interview mit Apple-Blogger John Gruber erklärte er, wie viel Arbeit sein Unternehmen in die Entwicklung eigener Linsen, spezieller Fotosoftware und modifizierter Fotochips steckt. Mit dem Ergebnis sind viele iPhone-Nutzer dann auch zufrieden. Das neue Aufsteckmodul DxO One soll an i-Geräten nun eine Fotoqualität ermöglichen, die es sogar mit Spiegelreflexkameras aufnehmen können soll.
Entwickelt wurde das Gerät von der in den USA und Frankreich beheimateten Firma DxO, die auf Software für Fotografen und Hersteller von Kameramodulen spezialisiert ist.
Im Grunde handelt es sich um eine fast komplette Kamera, der nur ein Sucher, Bildschirm und die Elektronik zur Bildverarbeitung fehlen. Diese Aufgaben übernimmt das iPhone oder iPad, an das die Kamera über Apples Lightning-Port angeschlossen wird. Gesteuert wird sie per App.
Großer Sensor, kleines Gehäuse
Passend zu Apples Smartphones und Tablets steckt die DxO One in einem Aluminiumgehäuse, das es allerdings offenbar nur in der Farbe Silber gibt. Im Gehäuse selbst steckt ein aus sechs Linsen aufgebautes asphärisches Objektiv mit einer Lichtstärke von f/1.8. Der Fotosensor im Ein-Zoll-Format hat eine Fläche von 13,2 mal 8,8 Millimeter, auf der 20,2 Megapixel versammelt sind. Damit dürften zumindest die technischen Grundbedingungen für gute Fotos erfüllt sein.
In dem 108 Gramm schweren Gehäuse stecken außerdem noch ein Micro-USB-Anschluss zum Aufladen des Akkus sowie ein Steckplatz für microSD-Speicherkarten. Auf der Oberseite befindet sich außerdem ein zweistufiger Auslöser.
Aufnahmen speichert das Kameramodul wahlweise auf einer Speicherkarte oder im Speicher des iPhones oder iPads ab. Dabei hat man die Wahl zwischen verschiedenen Bildformaten, kann die Aufnahmen auch im RAW-Format sichern lassen, dass eine intensive Nachbearbeitung ermöglicht.
Der Vorverkauf beginnt
DxO bietet für schlecht ausgeleuchtete Motive außerdem ein als DxO-SuperRAW bezeichnetes Format an. Dafür werden kurz nacheinander vier RAW-Bilder aufgezeichnet und erst beim Überspielen auf einen Computer zu einem Bild verrechnet. Laut Hersteller soll so das Bildrauschen minimiert werden.
Videos zeichnet das Kameramodul wahlweise in 720p-Auflösung mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde oder in Full HD mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Weil die DxO One über keinen optischen Bildstabilisator verfügt, sollen die Aufnahmen elektronisch entwackelt werden.
Neben einem Automatikmodus bietet die zur Kamera bereitgestellte Foto-App verschiedene Motivprogramme sowie Modi mit Blenden- oder Zeitpriorität.
Ausgeliefert werden soll die DxO One allerdings erst im vierten Quartal des Jahres, also gerade noch reitzeitig vor Weihnachten. Der Hersteller nimmt Vorbestellungen derzeit nur in den USA entgegen. Wann der Vorverkauf in Deutschland beginnt, ist unklar. Mit 649 Euro wird das Gerät aber nicht gerade billig - für diesen Preis bekommt man auch eine recht ordentliche Kamera.