Gadgets: Der Computer 4M und die Stretchhülle Cordcruncher - DER SPIEGEL
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Neue Gadgets Computer aus einem Paralleluniversum

Ein Computer, der seinen Benutzer anstarrt wie der berühmte HAL 9000 aus dem Kino, lässt Cyberpunk-Fans frohlocken. Außerdem in der Gadget-Schau von neuerdings.com: unverwirrbare Kopfhörer und eine universelle Mediabox.
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Computer-Prototyp 4M: Anleihen bei HAL 9000 und Möbeln vergangener Jahrhunderte

Computer-Prototyp 4M: Anleihen bei HAL 9000 und Möbeln vergangener Jahrhunderte

Foto: Love Hultén

Wie sein großes Vorbild HAL 9000  hat der Desktop-Computer 4M ein großes, rotes, rundes Auge prominent auf seinem Gehäuse platziert. Sehen kann er damit nicht - jedenfalls nicht offiziell. Denn wer weiß schon, was in so einem Elektronengehirn vor sich geht.

Spaß beiseite: Der Schwede Love Hultén  hat den 4M entworfen, der aus einem Desktoprechner im Walnussholz-Gehäuse und einem passenden Monitor besteht. Durch das rote Auge kann man ins Innere des Rechners sehen. Der 4M ist dabei bis ins Detail sehr liebevoll gestaltet: Man achte allein auf die metallenen Stellschrauben am Monitor (siehe Bildergalerie bei neuerdings.com ).

Schaut man sich weitere Konzepte von Love Hultén an, wird klar, dass er großen Spaß an ungewöhnlichen Materialien und der Verknüpfung von Hightech mit Retrodesign hat.

Unter seinen Ideen findet sich ein weiterer Computer: Der Sputnik 0667 ist ebenfalls aus Holz, orientiert sich aber eher am Design klassischer HiFi-Komponenten. Das R-Kaid-6 wiederum ist eine Spielekonsole, die aussieht wie Großmutters Schmuckschatulle. Und In The Year 20XX ist ein immens großer Joystick, der den sechziger Jahren eines Paralleuniversums entfleucht sein könnte.

Wie so oft sind das alles Konzepte und Ideen, aber keine Produkte, die sich kaufen lassen. Eine Ausnahme ist die R-Kaid-6: Sie soll eine funktionstüchtige MAME-Konsole für Retrospiele sein. Das Schmuckstück ist mit 990 Euro allerdings um eine bedeutende Kleinigkeit teurer als handelsübliche Spielekonsolen des 21. Jahrhunderts. (Jan Tißler via "Technabob ")

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Stretchhülle gegen Kabelwirrwarr

Cordcruncher: Nie wieder verdrehte Kopfhörerkabel

Cordcruncher: Nie wieder verdrehte Kopfhörerkabel

Foto: CordCruncher

Seit es In-Ohr-Kopfhörer gibt, fluchen Nutzer darüber, dass die sich beim Transport in ein Knäuel verwandeln, das zu entwirren Minuten in Anspruch nehmen kann. Cordcruncher sollen die ersten Kopfhörer sein, bei denen das nicht passiert.

Statt mehr oder weniger komplizierte Wickeltechniken  zu erlernen oder spezielle Kabelmanager zu nutzen, macht man einfach eine Streckbewegung, das lange Kabel verkürzt sich und kann um den Hals oder das Handgelenk gelegt werden.

Eigentlich eine geniale Idee, die üblichen Kabel mit einem elastischen Schlauch zu überziehen, der das Kabel in sich aufnimmt, wenn er sich wieder zusammenzieht. So kann man Cordcruncher ohne Angst vor Knoten in die Tasche stecken. Oder man trägt ihn als Armband, beziehungsweise um den Hals.

Cordcruncher sollen 20 Dollar (15 Euro) kosten, plus fünf Dollar (drei Euro) für den internationalen Versand. Voraussetzung ist natürlich, dass sich bis zum Auslaufen der Frist am 20. April genügend Unterstützer für das Projekt finden. Bis jetzt sind erst knapp 4.000 der erforderlichen 20.000 Dollar zusammengekommen.

Laut Entwickler Jay Johnson soll auch die Klangqualität für diese Preisklasse sehr gut sein. Die Empfindlichkeit beträgt 104 dB, der Frequenzgang reicht von 20 Hz bis 20 kHz. Mehr Infos gibt es auf der Kickstarter-Seite  und beiCordcruncher  selbst. (Frank Müller)

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Medienabspieler mit DivX und HD

Philips HMP7001: Ein universeller Mediaplayer fürs Wohnzimmer

Philips HMP7001: Ein universeller Mediaplayer fürs Wohnzimmer

Foto: Philips

Die Technik DivX Plus HD soll laut Philips den neuen Medienabspieler HMP7001 in die Lage versetzen, hochaufgelöste Videos bis 1080p direkt aus dem Web auf einem per HDMI angeschlossenen Fernseher wiederzugeben. Möglich macht dies die hohe Kompressionskapazität des Videocodecs. Zum Vergleich: Ein Video im MPEG-2-Format komprimiert, das für normales DVD-Video genutzt wird, benötigt rund das Doppelte an Speicherplatz und damit auch entsprechend mehr Bandbreite bei der Übertragung aus dem Internet.

Kontaktfreudig

Um Bilder, Musik oder Video von USB-Sticks und Speicherkarten abspielen zu können, bietet der HMP7001 einen USB-Eingang und einen SD-/SDHC-Steckplatz. Über einen zusätzlichen eSATA-Anschluss lassen sich schnelle externe Festplatten mit dem Medienabspieler verbinden. Aus dem eigenen Intranet lässt sich der HMP7001 dank seiner DLNA-Kompatibilität auch mit Medien von Netzwerk-Festplatten und anderen Laufwerks-Freigaben versorgen.

Die Liste der unterstützten Video-On-Demand-Portale ist lang: YouTube ist ja fast schon selbstverständlich, darüber hinaus lassen sich aber auch Videos von Viewster, Videocity und vielen anderen Net-TV-Anbietern wiedergeben. Für den Anschluss an das übrige Heimkino-Equipment stehen ein HDMI- und ein Composite-Ausgang bereit. Der Ton lässt sich ebenfalls analog per Cinch oder digital per Glasfaser ausliefern.

App-gesteuert

Philips bietet zur Fernsteuerung seines Medienabspielers eine eigene App an: "Philips MyRemote" ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar. Mit MyRemote soll sich die Fernbedienung ersetzen lassen. Hat man sein Heimkino mit weiteren Philips-Geräten ausgerüstet, kann man so alles mit dem Smartphone steuern.

Kaufenswert

Ob Philips hiermit der große Wurf gelingt, ist offen. Zu groß ist die Konkurrenz am Markt und die Geräte anderer Hersteller bieten nicht weniger Features, dafür aber oft einen niedrigeren Preis. Zum Beispiel gibt es den TV Live HD von Western Digital schon für unter 90 Euro und dieser unterstützt ähnlich viele Video- und Audio-Formate, kann darüber hinaus aber HD-Ton wiedergeben. Die Fernbedienbarkeit über eine iOS-, beziehungsweise Android-App bleibt aber dem Philips-Player vorbehalten. Dem ein oder anderen Interessenten mag das den Mehrpreis wert sein.

Preis und Verfügbarkeit

Der Philips Media Player soll noch in diesem Monat für 129,99 Euro im Handel erhältlich sein, über Amazon kann der Player schon vorbestellt werden. Davon abgesehen bieten andere Webshops den HMP7001 teilweise auch schon unter der oben genannten unverbindlichen Preisempfehlung an. (Frank Busch)

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