Gadgets: Roombots, Sadabike, Qleek - DER SPIEGEL
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Neue Gadgets Dieses Klapprad verzichtet auf Speichen

Keine Speichen, dafür Räder mit vernünftigem Durchmesser: Die Gadget-Schau von neuerdings.com stellt ein neues Klapprad vor, wandlungsfähige Möbel aus Roboterkugeln und sechseckige Datenträger.
Von Jan Tißler und Jürgen Vielmeier
Gianluca Sada Bike: Futuristisches Klapprad ohne Speichen
Gianluca Sada Bike: Futuristisches Klapprad ohne Speichen

Gianluca Sada Bike: Futuristisches Klapprad ohne Speichen

Foto: FrozenLight di F. Bucchino
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei der Konstruktion eines Klapprades gibt es eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen: Soll das Rad ausgeklappt möglichst groß oder zusammengeklappt möglichst klein sein? Beides zugleich scheint unmöglich zu sein. Doch damit wollte sich der junge italienische Ingenieur Gianluca Sada nicht abfinden.

Das von ihm entworfene Rad hat Räder im 26-Zoll-Format und soll sich trotzdem mit einem Handgriff auf erstaunlich kompakte Maße zusammenfalten lassen. Um alles bequem transportieren zu können, hat Gianluca Sada einen speziellen Rucksack vorgesehen. In dem soll noch genug Platz für einen Laptop bleiben. Und wer will, kann auch einen Griff herausziehen und ihn als Trolley benutzen, wobei die Laufräder des Klapprads dann zugleich zum Einsatz kommen sollen.

Leider finden sich auf der Website nicht all zu viele technische Daten. Unklar bleibt beispielsweise, wie schwer das Rad sein wird. Wie gut das Fahrgefühl am Ende wirklich sein wird und wie zuverlässig und widerstandsfähig dieses Design ist, bleibt vollkommen offen.

Momentan sucht Gianluca Sada nach interessierten Investoren. Und sollte sich hier jemand finden mit guten Connections zum Fahrrad-Business, könnte der Traum vom Ultra-Klapprad vielleicht bald Wirklichkeit werden. (Jan Tißler)

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Zauberwürfel bringen euch den Esstisch ans Bett

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Geht es nach Forschern der polytechnischen Hochschule in Lausanne, dann bestehen die Möbel der Zukunft aus beweglichen Würfeln, die sich beliebig anordnen lassen - oder vorhandene Möbel spazieren tragen.

Möglich ist das, wenn eure Möbel aus Roombots  bestehen, beweglichen Würfeln aus Hartplastik, die mit Motoren und Steuerungstechnik ausgestattet sind. So können die Roombots zum Beispiel einen Stuhl erschaffen, wie es der Ergonomie des Besitzers entspricht. Und das ist nur eine von vielen Möglichkeiten, die die smarten Würfel mitbringen. In Kombination mit festen Elementen lassen sich daraus auch größere Möbelstücke wie Regale bauen, die man auf Knopfdruck je nach Bedarf etwa verkleinern oder verbreitern kann.

Die Beweglichkeit der Roombots lässt sich auch dazu verwenden, um Möbel durch die Wohnung zu transportieren. Gedacht ist das vor allem für Menschen mit Gehschwierigkeiten. So könnte ein Pfleger das Abendessen auf dem Esstisch servieren und die Roombots würden den Tisch einfach in ein anderes Zimmer fahren. Studenten der Hochschule haben außerdem ein Konzept vorgestellt , wie sich Roombots als Blumenkästen eignen, um Pflanzen etwa frei an einer Außenfassade anzubringen, wo ein Mensch sie so nur unter hohem Aufwand aufstellen könnte.

Ein Roombot ist etwas kleiner als ein Fußball und wiegt etwa 1,4 Kilogramm. Die verwendeten LiPo-Akkus sollen eine Stunde Leistung bringen, ehe sie wieder geladen werden müssen. In der Sprache der Wissenschaftler nennt sich das Prinzip der Roombots "3D Selbstrekonfiguration". Hinter dem Projekt  stehen Forscher um Stephane Bonardi und Massimo Vespignani an der polytechnischen Hochschule (EPFL) Lausanne in der Schweiz. Zur Marktreife und zu möglichen Preisen haben sich die Forscher bislang leider noch nicht geäußert. (Jürgen Vielmeier)

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Physisches Medium für geliebte Erinnerungen

Qleek: Deine liebsten digitalen Inhalte bekommen ein physisches Medium

Qleek: Deine liebsten digitalen Inhalte bekommen ein physisches Medium

Foto: Qleek

Wie verschenkt man eine Spotify-Playlist? Wie bringt man ein Flickr-Fotoalbum mit? Wie kann man eine YouTube-Playlist in die Hosentasche stecken? Oder wie soll Besuch durch meine Buch-, Film- und Musiksammlung stöbern, wenn die nur noch virtuell existiert?

Das französische Projekt Qleek will Abhilfe schaffen. Die Entwickler planen ein System, mit dem digitale Inhalte wieder ein Zuhause in der physischen Welt bekommen. Kleine Sechsecke aus Holz sind darin der Nachfolger von Mixtape, Fotoalbum oder selbstgebrannter DVD.

Qleek besteht aus dem Player, der ein wenig wie ein Mac Mini mit Holzchassis aussieht, und den "Tapps", den Sechsecken. Die Tapps kann man individuell gestalten oder direkt ab Werk mit einem Design versehen lassen.

In der Praxis soll der Player dann an den heimischen Fernseher oder die Hi-Fi-Anlage angeschlossen sein. Legt man einen Tapp in die passende Mulde auf der Oberseite, spielt er die entsprechenden Inhalte ab - Spotify-Playlists, YouTube-Videos, Netflix-Filme und vieles mehr.

Technisch gesehen kommunizieren beide Komponenten per Near Field Communication (NFC) miteinander. Der Player erkennt den Tapp und spielt ohne weiteres Zutun die entsprechenden Inhalte aus dem Netz ab. Was mit dem jeweiligen Tapp verknüpft ist, soll man jederzeit ändern können. Auf dem Player selbst finden sich dezent versteckt auch Bedienelemente, um beispielsweise einen Film anhalten oder zum nächsten Musiktitel springen zu können.

Noch sucht das Projekt Unterstützer auf Indiegogo. Aktuell bekommt man beispielsweise einen Qleek-Player sowie fünf Tapps versprochen, sofern man umgerechnet gut 145 Euro vorschießt. Im Dezember 2014 will das Team liefern können. (Jan Tißler)

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