Tops und Flops Unsere Gadgets des Jahres
Top: Die Apple Watch
Im Frühjahr hätte ich es noch nicht gedacht, aber mittlerweile hat sich Apples Smartwatch einen festen Platz in meinem Alltag gesichert. Zum einen wegen der vielen Fitness-Apps, die es dafür gibt. Zum anderen, weil ich sie tatsächlich oft nutze: um E-Mails zu lesen, die Wetterprognose zu prüfen, Fahr- und Flugtickets vorzuzeigen, den Timer beim Kochen zu verwenden oder zu chatten. Ein bisschen billiger dürfte sie aber gerne sein.
Hersteller: Apple
Preis: Ab 399 Euro
Top: Die Rennbahn Anki Overdrive
Als Kind war ich stolzer Besitzer einer Autorennbahn, bis heute mag ich am PC und auf Tablets Autorennspiele. Die Anki Overdrive schafft es nun, diese Welten zu verknüpfen, indem sie das Smartphone zum Steuerknüppel macht und das simple "Wer ist schneller?" um virtuelle Ballerei und Tuning-Optionen ergänzt.
Hersteller: Anki
Preis: Ab 150 Euro
Top: Das Universalstecker-Ladegerät Twist Plus+
Ich bin regelmäßig unterwegs, besuche Messen, Presseveranstaltungen, Vorträge. Um unterwegs arbeiten zu können, schleppte ich bisher meist eine kleine Tasche voller Steckdosenadapter und Ladegeräte mit. Das Twist Plus+ kann sie alle ersetzen: Mein Notebook-Netzteil lässt sich direkt anschließen, für Handy, Tablet und anderen Krimskrams stehen vier USB-Ladebuchsen bereit.
Hersteller: Onadaptr
Preis: 48,50 Euro (inklusive Versand)
Top: Der Kopfhörer Hifiman RE-400
Ich liebe es, überrascht zu werden. So wie bei diesem In-Ohr-Kopfhörer, dem Hifiman RE-400 von Sieveking Sound. Von der Firma hatte ich noch nie gehört - und das ist schade. Denn der kleine Kopfhörer ist erstaunlich gut, insbesondere, wenn man den Preis berücksichtigt: Der Klang lässt sich als ausgewogen und sauber beschreiben, deckt alle Frequenzbereiche gut ab, liefert hinreichend tiefe Bässe, Hifi-Sound eben. Das Ganze ist dann auch noch schön verpackt, mit Aluminiumgehäuse und Textilkabeln. Man könnte sich bloß daran stören, dass der RE-400 mangels Mikrofon nicht als Headset taugt und auch keine Kabelfernbedienung hat. Aber darauf kann ich verzichten.
Hersteller: Sieveking Sound
Preis: 79 Euro
Top: Der Smartphone-Alkotester BACTrack Mobile Pro
Zugegeben, oft habe ich dieses Ding noch nicht benutzt. Aber die Idee ist charmant und auf so mancher Silvesterfeier könnte ein konkrter Wert für den Blutalkoholspiegel, wie in dieses Gerät berechnet, zu mutige Autofahrer vielleicht dazu bewegen, den Wagen dann doch lieber stehen zu lassen. Leider nur in den USA bestellbar und aufgrund der hohen Versandkosten sehr teuer.
Hersteller: BACTrack
Preis: 128 Euro (inklusive Versand)
Top und Flop: Drahtlose Ladegeräte
Drahtlose Ladegeräte von Ikea und Co.: Zum Laden einfach auflegen
Der Traum von der Kabellosigkeit wird von Ladegeräten wie diesen leider nur halb erfüllt. Obwohl es längst Standards gibt, zögern viele Firmen immer noch, Smartphone und Tablets mit der entsprechenden Technik auszustatten. Die Lumia-Smartphones - früher von Nokia, heute von Microsoft - sind eine rühmliche Ausnahme. Ebenso ein paar Samsung-Geräte, wie das Galaxy S6. Manchmal ist die Technik nur halbherzig integriert. So etwa bei der Apple Watch, die zwar schnurlos aufladbar ist, aber nur mit Apple Ladegeräten funktioniert. Hoffentlich wird das 2016 besser und Wireless Charging zu einer Standardfunktion mobiler Technik.
Hersteller: Diverse
Preis: Ab ca. 29 Euro (bei Onlinehändlern)
Flop: Kingii, die Schwimmweste fürs Handgelenk
Vom Hersteller wird die Kingii als Wearable bezeichnet. Im Grunde ist sie das auch, genau wie eine Schwimmweste oder ein Skistiefel. Wie eine ausgesprochen klobige Uhr am Arm getragen, soll das Gerät im Notfall zur Rettungsweste werden. Zieht man am Sicherungsbügel, wird innerhalb von rund einer Sekunde ein Luftsack aufgeblasen. Das klappt auch gut, aber wirklich überzeugen kann das Rettungsgerät trotzdem nicht. Zum einen, weil es sehr groß und schwer am Handgelenk hängt. Zum anderen, weil es eben nur am Handgelenk hängt. Man sollte im Notfall also lieber nicht das Bewusstsein verlieren, sonst bleibt nur die Hand über Wasser.
Hersteller: Kingii
Preis: 94 Euro (inklusive Versand)
Flop: Das Rock'n'Roll-Handy Marshall London
Smartphone vom Verstärkerhersteller: Das Marshall London im Test
Ach, es hätte so schön werden können: das erste Handy von Marshall. Und es hat ja auch seine Stärken. Zwei besonders gute Mikrofone beispielsweise und einen sehr guten Audiochip. Außerdem zwei Kopfhörerbuchsen, auf denen man gemeinsam und trotzdem mit individueller Lautstärke Musik hören kann. Und es sieht gut aus - finde ich. Trotzdem ist es zu teuer. Für die 549 Euro, die es kostet, bekommt man anderswo schon ein Highend-Handy, während Marshalls London technisch eher Mittelklasse ist.
Hersteller: Marshall
Preis: 549 Euro
Flop: Die Sammelhefte "Bau dir deinen Robi"
Darauf hatte ich mich gefreut: Endlich einmal einen Roboter selbst bauen. Eine Sammelheftserie sollte das ermöglichen. 18 Monate lang sollte ich jeden Monat ein Heft und einige Bauteile bekommen, aus denen mit der Zeit ein richtiger Roboter werden sollte. Und auf diesem "sollte" liegt die Betonung. Denn nach dem dritten Heft war Schluss mit der deutschen Ausgabe. Zwar wird die Serie weitergeführt, jetzt aber nur noch auf Englisch. Für die meisten Anwender dürfte das kaum eine Option sein. So wird der Roboter für immer eine Sammlung in Plastik verpackter Einzelteile bleiben.
Hersteller: De Agostini
Preis: 1239,99 Euro (17 Ausgaben á 72 Euro, die erste Ausgabe kostet 14,99 Euro)