Halloween der Geeks: Ein Kürbis mit dem Todesstern - DER SPIEGEL
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Nerdy Halloween: Die Kürbislaternen der Geeks

Foto: Laura and Andy, Nottingham

Geeky Halloween So wird der Kürbis zum Todesstern

Man könnte auch ein langweiliges Gesicht aus Dreiecken schnitzen - ein echter Geek aber holt aus seinem Halloween-Kürbis viel mehr raus: Pac-Man, Darth Vader, die Zahl Pi oder ein "Space Shuttle". Eine Auswahl für Nerds mitsamt Schnitz-Anleitung.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Einen Abend vor Allerheiligen zeigt sich, wer am Kürbis wirklich etwas kann: Vor allem in amerikanischen Vorgärten leuchten orangefarbene Fratzen und Geistergesichter, aber auch hierzulande hat sich längst der Brauch etabliert, zu Halloween - oder auch zu Sankt Martin - eine Laterne aus einem Kürbis zu schnitzen.

So ein Leuchtkürbis kann eine gute Gelegenheit sein, seinen Nachbarn einen Hinweis zu geben, wie man tickt - indem man eben kein simples Gesicht aus groben Dreiecken aus dem Kürbis stanzt, sondern zum Beispiel einen Spruch oder das Logo des Lieblingsfußballvereins. Oder den Todesstern.

In der Szene der Nerds und Geeks ist es längst üblich, besonders ausgefallene Laternen zu schnitzen, die den Kennern signalisieren: Hier wohnt ein Gleichgesinnter. Unsere Bildergalerie zeigt ausgewählte Kürbiskunst von und für Nerds, von Super Mario über Pac-Man bis hin zu einem Porträt von Steve Jobs.

Das Basteln gehört unter Geeks und Hackern ohnehin zum guten Ton, deshalb gibt es auch zu Halloween im Netz immer wieder neue Fundstücke zu bewundern. Und ständig wird es irrer: Pünktlich zum Fest hat ein Bastler jetzt ein ganzes Tetris-Spiel in einen Kürbis eingebaut, das man sogar spielen kann. Ein Video und die Anleitung dazu hat er auf seinem Blog veröffentlicht .

So geht's

Wer gerade erst anfängt mit der Halloween-Bastelei, sollte sich zunächst ein einfaches Projekt aussuchen, bei dem kaum etwas schiefgehen kann. Schnitzen lässt sich aber eigentlich alles.

Dazu braucht man einen schönen großen Kürbis, möglichst ebenmäßig. Ein spezielles Schnitz-Set ist hingegen nicht nötig, normale Küchenmesser tun es auch. Und wenn die Schubladen schon einmal offen sind, kann man sich alles zusammensuchen, was einem sonst noch hilfreich erscheint - zum Piksen, Stechen oder Stanzen. Für unseren Beispielkürbis haben unter anderem eine Fonduegabel und ein Schraubenzieher gute Dienste erwiesen.

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Schnitz-Anleitung: Semikolon, Klammer, Strich - fertig ist das Leuchtgesicht

Foto: SPIEGEL ONLINE

Zunächst schneidet man oben am Kürbis einen Deckel heraus und höhlt ihn dann mit einem Löffel oder mit den Händen aus. Wer gut zeichnen kann, malt das gewünschte Motiv dann gleich auf den Kürbis - was allerdings selbst für Geübte ein bisschen holprig sein kann.

Deshalb druckt man sich ansonsten einfach das gewünschte Motiv auf Papier aus und klebt das Blatt mit Klebeband auf dem Kürbis fest. Danach sticht man mit einem spitzen Gegenstand - zum Beispiel einer Fonduegabel oder Heftzwecke - entlang der Linien durch das Papier und in die Kürbisschale. Sobald jede Linie komplett gepikst ist, wird das Blatt abgerissen. Jetzt muss man nur noch die gewünschten Stücke entlang der Perforation mit dem Messer ausschneiden. Kerze rein - und raus damit vor die Tür, damit das Werk auch jeder sehen kann.