iFixit: Experten geben Surface Pro 2 schlechte Service-Note - DER SPIEGEL
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Aufgeschraubt: iFixit lässt das Surface Pro 2 durchfallen

Foto: ifixit.com

iFixit-Untersuchung Experten geben Surface Pro 2 schlechte Service-Note

Es wird von fast 100 kleinen Schrauben und reichlich Klebstoff zusammengehalten: Das neue Profi-Tablet von Microsoft wird von iFixit als quasi nicht reparierbar bezeichnet. Von manchen wird die geschlossene Konstruktion allerdings verteidigt.
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Die Reparaturexperten von iFixit  haben sich nach dem Verkaufsbeginn Microsofts neuen Tablet-Rechner Surface Pro 2 besorgt, um sich das Innenleben des Gerätes näher anzusehen. Ihr Urteil fällt für die den Windows-Konzern nicht besonders schmeichelhaft aus: Die Reparaturfähigkeit des neuen Windows-8-Tablets bewerten die Fachleute mit der Note 6.

Schon beim Vorgängermodell gab in dieser Hinsicht reichlich Kritik, doch die hat offensichtlich wenig gefruchtet. Beim Zerlegen stießen die Techniker auf erhebliche Schwierigkeiten. Die hatten ihre Ursache unter anderem in den mehr als 90 verbauten Schrauben. Um das Gerät überhaupt öffnen zu können, mussten 52 Schräubchen gezogen werden. Weil die allein dem Hersteller offenbar nicht genügend Festigkeit geliefert haben, wurden zusätzlich reichlich Klebstoff verwendet.

Die Schlussfolgerung der Ifixit-Techniker verwundert nicht. In Sachen Reparaturfreundlichkeit vergaben sie einen von zehn möglichen Punkten. Selbst das in dieser Beziehung ebenfalls viel kritisierte iPad 4 von Apple war in dieser Bewertung auf zwei Punkte gekommen, wie "The Register " anmerkt.

Laut Ifixit hätten die feste Verklebung, Unmengen von Schrauben und dutzende Klemmverschlüsse schon den Prozess des Öffnens zu einem Risikospiel gemacht. Ein leichter Ausrutscher genüge, um eines der vier Flachbandkabel des Displays zu beschädigen. Der 10,6-Zoll-Bildschirm sitze fest wie ein "Baby-Saurier in einem Teerteich".

Praktisch irreparabel

Was die ansonsten verbauten Komponenten angeht, gebe es keine großen Überraschungen. Das Tablet wird von einem Intel Core i5-Prozessor der vierten Generation angetrieben. Der Arbeitsspeicher ist vier Gigabyte groß, der ebenso wie die SSD-Festplatte mit 128 Gigabyte von SK Hynix zugeliefert wurde.

Unterm Strich sei die Serviceunfreundlichkeit das größte Manko des Surface Pro 2, es sei praktisch irreparabel. Damit habe Microsoft im Grunde ein Wegwerf-Tablet auf den Markt gebracht und einen Beitrag zur Vergrößerung der Mülldeponien in aller Welt geleistet, ätzt "The Register".

Milde ist dagegen das Urteil von "Ars Technica ". Natürlich hätte Microsoft den Komponentenaustausch erleichtern können, aber das wäre in der Konstruktion nur zum Preis von mehr Größe und Gewicht möglich gewesen. Die Art der festen Montage der Einzelteile sei nicht willkürlich erfolgt, sie sei für die Gestaltung des Geräts wesentlich: "Das gefällt Ihnen nicht? Dann kaufen Sie sich einen Desktop-Rechner".

meu/mak

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