Internet Explorer 8: Microsoft lässt Sicherheitslücke offen - DER SPIEGEL
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Internet Explorer 8 Microsoft lässt Sicherheitslücke seit Monaten offen

Bereits im Oktober wurde Microsoft auf eine Sicherheitslücke im Internet Explorer 8 hingewiesen. Doch noch immer hat der Konzern nichts dagegen unternommen. Die Zero-Day-Initiative hat das Problem jetzt bekanntgemacht.
Logo des Internet Explorer 8: Zero-Day-Initiative weist auf Sicherheitslücke hin
Logo des Internet Explorer 8: Zero-Day-Initiative weist auf Sicherheitslücke hin

Logo des Internet Explorer 8: Zero-Day-Initiative weist auf Sicherheitslücke hin

Foto: Microsoft
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Mittlerweile hat Microsofts IT-Sicherheitsabteilung den Ruf, einigermaßen schnell zu sein, wenn es um die Identifizierung und Behebung von Lecks in hauseigenen Software-Produkten geht. Dieser Eindruck könnte nun jedoch von einer neuen Meldung getrübt werden.

Nach Angaben der HP Zero-Day-Initiative (ZDI) ist Microsoft schon seit Oktober bekannt, dass es in der Version 8 des Internet Explorers eine Sicherheitslücke gibt. Mit ihrer Hilfe könnten sich Unbefugte Zugriff auf Rechner verschaffen. Möglich werde dies, wenn der Nutzer beim Surfen eine speziell für diesen Angriff präparierte Webseite ansteuert und seinen Rechner dabei mit Schadsoftware infiziert .

Die ZDI teilt mit, Microsoft bereits am 11. Oktober auf das Problem hingewiesen zu haben. Auch auf die Ankündigung hin, Informationen über das Problem zu veröffentlichen, habe es vom Konzern keine Reaktion gegeben. Die ZDI hat den Grundsatz, dann öffentlich auf Sicherheitslücken hinzuweisen, wenn das betroffene Unternehmen nicht innerhalb von 180 Tagen etwas gegen das Problem unternimmt.

Womöglich ist das Problem nur schwer zu lösen

Warum Microsoft auch nach mehr als sechs Monaten keinen Patch veröffentlicht hat, bleibt rätselhaft. Die Tech-Website "Cnet" mutmaßt , es könnte daran liegen, dass der Internet Explorer 8 die letzte Browser-Version ist, die noch Windows XP unterstützt. Vielleicht sei das Problem aber auch einfach schwer zu lösen. Microsoft selbst teilte lediglich mit, bislang sei kein Fall bekannt, in dem jemand die Sicherheitslücke ausgenutzt hätte.

Grundsätzlich empfiehlt Microsoft Nutzern des Internet Explorer 8, die Sicherheitseinstellungen auf "hoch" zu setzen sowie Active-X-Kontrollen und Active Scripting zu deaktivieren. Die ZDI rät zusätzlich, das Enhanced Mitigation Experience Toolkit (EMET)  zu installieren, um sich gegen etwaige negative Folgen des Lecks abzusichern.

meu