iPhone 7 und Apple Watch 2 von iFixit zerlegt - DER SPIEGEL
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Das steckt drin: iPhone 7 und Apple Watch 2 zerlegt

Foto: iFixit

Apple-Geräte zerlegt Das steckt im iPhone 7

Die Reparaturprofis der US-Firma iFixit haben das neue iPhone seziert und die neue Apple Watch gleich mit. Sie sind auf viele technische Änderungen gestoßen - und zeigen, was aus der Kopfhörerbuchse wurde.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Bastler von iFixit  haben mal wieder die Nacht durchgearbeitet, um als Erste das Innenleben der neuen iPhones und der Apple Watch Series 2 zeigen zu können. Wie immer betreibt die Firma, die ihr Geld mit Werkzeugen und Ersatzteilen für Hightechelektronik verdient, dafür einigen Aufwand und verschafft so manch interessante Einsicht.

Um eines der neuen Apple-Geräte kaufen zu können, Stunden bevor die Läden in Europa und den USA öffnen, reisen die Techniker stets um den halben Globus. Neu ist dieses Mal allerdings, das sie sich vor einem Apple Store in Tokio in die Warteschlange eingereiht haben. Bisher hatten sie stets in Australien eingekauft.

Als sich am Freitagmorgen die Türen der deutschen Apple Stores öffneten und die ersten Vorbesteller ihre neuen Gadgets abholen konnten, hatte iFixit schon die ersten Fotos vom Innenleben des iPhone 7 Plus und von den Innereien der Apple Watch Series 2 ins Netz gestellt. Die Bilder zeigten, dass sich bei den äußerlich scheinbar kaum veränderten Apple-Geräten viel gegenüber den Vorgängern verändert hat.

iPhone 7 Plus

Dabei gingen die Bastler dem iPhone zum erste Mal mit einem Röntgengerät zu Leibe, bevor sie ihre Werkzeuge ansetzten. So konnten sie sich einen Eindruck davon machen, wie das neue Smartphone von innen aussieht, bevor sie das Gerät öffneten.

Röntgenaufnahme eines iPhone 7 Plus

Röntgenaufnahme eines iPhone 7 Plus

Foto: iFixit

Die erste Erkenntnis: Die Klebstoffdichtung, mit der der Bildschirm auf das Gehäuse geklebt wird, ist beim 7 Plus sehr viel stärker als bei früheren Modellen. Möglicherweise sei das nötig, um es wasser- und staubdicht zu machen, mutmaßt iFixit. Als sie das Gerät dann schließlich aufklappten, staunten die Experten: Statt nach oben, wie bei früheren Modellen, muss der Bildschirm jetzt zur Seite geklappt werden.

Im Inneren entdeckten die Bastler viele Klebestreifen und noch viel mehr sogenannte Tri-Point-Schrauben. Vor allem aber lösen sie das Rätsel, was Apple mit dem Raum angefangen hat, der durch das Weglassen der Kopfhörerbuchse frei geworden ist.

Die Taptic Engine im iPhone 7 Plus

Die Taptic Engine im iPhone 7 Plus

Foto: iFixit

Wo der Anschluss war, steckt jetzt ein winziges, aufwendig geformtes Kunststoffteil, das möglicherweise Geräusche zum Mikrofon leiten soll. Genau können sich das die Bastler aber auch nicht erklären. Zudem ist die sogenannte Taptic Engine größer geworden. Das Bauteil erzeugt die Vibrationen, die beispielsweise den neuen starren Homebutton fühlbar machen. Auch der Akku ist größer, wenn auch nur ein wenig. Von 2750 mAh ist er auf 2900 mAh Kapazität angewachsen.

Darüber hinaus haben die Leute von iFixit an vielen Stellen winzige Dichtungen gefunden, etwa an der Auswurftaste des Sim-Kartenschachts. Sie sind wohl nötig, um das Gerät wasserdicht zu machen.

Apple Watch Series 2

Ähnliche Dichtungen gibt es auch in der Apple Watch Series 2, die iFixit parallel zum iPhone auseinandergenommen hat. Auch hier haben die Bastler etliche Maßnahmen gefunden, die die Wasserdichtigkeit verbessern sollen.

Apple Watch Series 2 von Innen

Apple Watch Series 2 von Innen

Foto: iFixit

So bleibt am Ende die Erkenntnis, dass auch die neuen Apple-Gadgets bei Reparaturen einiges Fachwissen verlangen. Solche Reparaturen sollte man zudem sehr gewissenhaft ausführen, wenn die Apple Watch und das iPhone danach wieder verlässlich wasserdicht sein sollen.

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mak