iPhone 8: iFixit zerlegt neues Apple-Smartphone - DER SPIEGEL
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Viel Klebstoff, viele Kleinteile: iFixit zerlegt das iPhone 8

Foto: iFixit

iFixit zerlegt Apple-Handy Beim iPhone 8 werden Reparaturen nicht leichter

Schon am Erstverkaufstag haben die Profibastler von iFixit das neue iPhone 8 zerlegt. Vieles kam den Experten dabei bekannt vor. Reparaturen werden trotzdem nicht leichter.
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Er gehört zum Marktstart von Apple-Handys wie einst die schier endlosen Schlangen Wartender, die unbedingt als Erste eines der neuen iPhones kaufen wollen: der sogenannte Teardown, also das Auseinandernehmen des neuen Geräts, durch iFixit.

Wie jedes Jahr sind die amerikanischen Reparaturexperten extra dafür nach Australien gereist. Dort haben sich vor einem Apple Store in Sydney eingereiht und haben eines der neuen Smartphones gekauft, nur, um es wenig später öffentlichkeitswirksam in seine Einzelteile zu zerlegen.

Die Amerikaner machen das nicht aus Nächstenlieben und auch nicht aus Sendungsbewusstsein. Für iFixit sind die mittlerweile in Echtzeit online gestellten Zerlege-Arien Werbung. Mit seinen bebilderten Anleitungen wirbt das Unternehmen für sein Angebot an Spezialwerkzeugen, Ersatzteilen und Reparatursets für Smartphones, Spielkonsolen, Notebooks und andere Hightech-Elektronik.

Der Bildschirm braucht Wärme, ganz viel Wärme

Um das neue iPhone 8 zu zerlegen, brauchten die Technik-Experten mehrere Stunden, in denen sie den Vorgang Stück für Stück dokumentierten. Dabei gab es für Beobachter des "Live-Teardown" gleich zu Beginn eine längere Pause. Die Techniker hatten sich ein Röntgengerät besorgt, mit dem sie Apples Smartphone durchleuchteten, bevor sie sich daran zu schaffen machten.

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Viel Klebstoff, viele Kleinteile: iFixit zerlegt das iPhone 8

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Wie sich später zeigte, hätten sie sich diesen Schritt fast sparen können. Viele Komponenten sind beim neuen iPhone genau so verbaut wie beim iPhone 7. So auch der Bildschirm, dessen stark klebende Versiegelung man mit reichlich Wärme bearbeiten muss, bevor sie endlich so elastisch wird, dass man das Display vom Gehäuse trennen kann.

Der Akku ist kleiner

Im Inneren fanden iFixits Mitarbeiter dann ein paar unerwartete und eine erwartete Neuerung. Letzteres betrifft eine Drahtspule am hinteren Gehäuseteil, die für das kabellose Akkuladesystem nötig ist. Sie wandelt das pulsierende Magnetfeld, das von entsprechenden Ladestationen erzeugt wird, in Strom um.

Weniger spektakulär, aber für die Robustheit wichtig ist eine verstärkte Lightning-Buchse, die nun stabiler sein soll als beim Vorgänger. Noch weniger sichtbar ist der neuen Akku, der mit einer Kapazität von 6,96 Wattstunden sieben Prozent kleiner ist als der 7,45-Wattstunden-Akku des iPhone 7. Apple verspricht trotzdem eine ähnliche Ausdauer wie beim Vorgänger.

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Unterm Strich beklagen die Techniker, dass die Komponenten im unteren Gehäusebereich nur schwer zu erreichen sind, dazu kritisieren sie die rückseitige Glasabdeckung. Diese scheine zwar robuster zu sein als bei anderen Smartphones, heißt es, sie sei aber trotzdem bruchgefährdet und wahrscheinlich schwierig auszutauschen.

Bildschirm und Akku würden sich aber mit den erprobten Methoden leicht auswechseln lassen, loben die Experten. Zudem würde die drahtlose Ladetechnik zur Folge haben, dass weniger Kunden Probleme mit angebrochenen Lightning-Buchsen bekommen. Sogar die für einen Reparaturtechniker nervigen Dichtungen sehen sie positiv: Schließlich würden sie dafür sorgen, dass weniger iPhone-Nutzer ihre Geräte mit Wasserschäden zur Reparatur bringen müssen.

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