iPhone-Panne Hardware-Manager verlässt Apple
Hamburg/Cupertino - Steve Jobs gilt nicht als Mann, der Fehler verzeiht. Perfektion ist für den Apple-Chef alles - und für das Image der Marke insbesondere. Insofern wundert der Abgang von Mark Papermaster wenige Wochen nach dem peinlichen Flop mit der Empfangsleistung des neuen iPhone 4 kaum.
Zwar wollte sich Apple-Sprecher Steve Dowling nicht dazu äußern, ob der Manager freiwillig geht oder entlassen wurde, aber es liegt nahe, dass ihn Jobs deswegen aus seinem Reich verstieß. Bob Mansfield, der Hardware-Chef für die Macs, werde die Position übernehmen. Er sei schon jetzt mit Teilbereichen der iPhone-Produktion befasst, wie dem Touchscreen und dem A4-Prozessor. Papermaster war erst im April 2009 von IBM zu Apple gewechselt.
Apple hatte das iPhone 4 im Juni auf den Markt gebracht. Das Gerät entwickelte sich sofort zu einem Kassenschlager. Allerdings häuften sich schnell Berichte, wonach der Empfang zeitweise gestört ist, wenn der Benutzer mit der Hand die untere linke Ecke des iPhone abdeckt. Das Edelstahlband, das am Rand um das iPhone verläuft, dient nicht nur der Stabilität, sondern fungiert auch als Antenne.
Die Probleme hatten dem Ruf des erfolgsverwöhnten Unternehmens geschadet. Schnell machte das Wort von "Antennagate" die Runde. Apple entschuldigte sich und stellte kostenlose Schutzhüllen zur Verfügung. Analysten warnten dennoch, dass ein Schatten auf das sonst so perfekte Image des Börsenlieblings gefallen sei.