Kamera-Neuheiten von der CES - DER SPIEGEL
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Kamera-Neuheiten von der CES Zweiäugige Kameras und der wasserfeste Superzoomer

Kamerahersteller zeigen auf der Technikmesse CES interessante Neuigkeiten: Canon experimentiert mit zwei Bildsensoren in einem Gerät, Fujifilm mit wetterfesten Zoomriesen für kleines Geld. Die spannendsten Vorstellungen im Überblick.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Canon Powershot N100 - eine Kamera mit zwei Objektiven

Canon Powershot N100: Im Mai für 369 Euro erhältlich

Canon Powershot N100: Im Mai für 369 Euro erhältlich

Foto: Canon

Canon experimentiert mutig mit Kompaktkameras in ungewöhnlicher Bauform. Nach der winzigen Powershot N ohne Auslöser im Vorjahr kommt nun der nächste Neuentwurf. Die auf der CES vorgestellte Powershot N100 fotografiert in zwei Richtungen: Nach vorne mit einem lichtstarken Objektiv (f/1,8 bei 24 mm Brennweite) und einem 0,45 Quadratzentimeter großen Bildsensor.

Fotostrecke

Canon Powershot N: So fotografiert die Klappkamera

Foto: SPIEGEL ONLINE

Nach hinten fotografiert die N100 mit einer winzigen Kamera, wie man sie bei Tablets und Smartphones für die Videotelefonie nutzt. Dieses winzige Bild blendet die N100 in einem speziellen Aufnahmemodus ins Großbild ein, in Fotos ebenso wie in Videos. So soll die Reaktion des Fotografierenden festgehalten werden und das Foto die ganze Geschichte zeigen. Als Beispiel führt Canon die ersten Schritte eines Kindes an - die fotografierenden Eltern sehen Jahre später sicher auch gern die eigene Reaktion auf den Moment. Smartphone-Apps bieten solche Doppel-Fotos schon länger.

Auch von diesem Extra abgesehen hat die Powershot N100 eine interessante Ausstattung: Sensor und Objektiv entsprechen den Bauteilen der Edelkompaktkamera Canon S120, die eine überdurchschnittlich gute Bildqualität liefert. Der Monitor der N100 lässt sich um 180 Grad nach oben klappen. So lässt sich zum Beispiel der Bildausschnitt eines aus der Hand geschossenen Selbstporträts genau bestimmen.

Die Powershot N100 soll Mitte Mai in Deutschland verfügbar sein und dann 369 Euro kosten.

Fujifilm Finepix S1 - wasserfester Zoomriese

Finepix S1: 50-facher Zoom und kleiner Bildsensor

Finepix S1: 50-facher Zoom und kleiner Bildsensor

Foto: Fujifilm

Die Finepix S1 folgt dem alten Rezept für Bridgekameras: kleiner Sensor, dafür eine enorme Brennweite. Der 50-fache Zoom der S1 kommt sehr nah an Motive heran, allerdings sollte man nur bei Tageslicht fotografieren. Neu an der S1 ist der Spritzwasserschutz. Eine Abdichtung gegen Regenschauer haben solche Kameras nur selten. Aktuell bietet zum Beispiel die Sony Bridgekamera RX10 Spritzwasserschutz - allerdings kostet dieses Modell im Handel mit gut 1050 Euro mehr als doppelt so viel wie die S1.

Die Fujifilm-Kamera ist als Tageslicht-Zoomriese konzipiert, über den Digitalsucher kann man auch bei Sonnenschein gut den Bildausschnitt wählen, ohne dass Displayreflektionen stören. Wer lange und bei jedem Wetter in der Natur unterwegs ist, wird für Tieraufnahmen vielleicht die staub- und spritzwassergeschützte S1 wählen. 680 Gramm soll sie wiegen - das ist auf Wanderungen wohl so gerade eben noch tragbar.

Die Finepix S1 soll im März in Deutschland verfügbar sein und 449 Euro kosten.

Samsung Galaxy Camera 2 - schneller, nicht klarer

Samsung Galaxy Camera 2: Neuer Prozessor, alter Bildsensor

Samsung Galaxy Camera 2: Neuer Prozessor, alter Bildsensor

Foto: Samsung

Mehr als ein Jahr nach dem ersten Versuch einer Smartphone-Kamera stellt Samsung die zweite Version seiner Galaxy Camera vor. Die Kombination von Zoom-Objektiv (21-facher optischer Zoom) und einem guten Android-Smartphone macht die Galaxy Camera 2 trotz gewachsener Konkurrenz zur besten Android-Kamera auf dem Markt.

Fotostrecke

Samsung Galaxy Camera: So sieht Samsungs Android-Kamera aus

Foto: SPIEGEL ONLINE

Das Sony Xperia Z1 Smartphone hat zwar einen Bildsensor mit ebenfalls 0,28 Quadratzentimetern Oberfläche (das ist für Smartphones viel), aber lediglich einen dreifachen optischen Zoom.

Samsung hat in der neuen Galaxy Camera einen schnelleren Prozessor und mehr Speicher eingebaut, an Objektiv und Bildsensor ändert sich allerdings nichts.

Die Samsung Galaxy Camera 2 soll ab Februar in Deutschland erhältlich sein und 449 Euro kosten.