Laptop-Aufkleber: Die schönsten Einsendungen der Leser - DER SPIEGEL
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Aufkleber für Computer: Die schönste #Laptopkunst unserer Leser

Foto: Dirk

#Laptopkunst So schön verzieren unsere Leser ihre Rechner

Unser Autor Moritz Stadler wollte seinen Laptop verschönern und bat die Leser um Hilfe: Hier sind die schönsten Einsendungen zur #Laptopkunst.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Vor drei Wochen habe ich von meinen Schwierigkeiten berichtet, meinem grauen langweiligen Einheitslaptop ein wenig Individualität zu verleihen. Ich suche den richtigen Laptop-Sticker. Ein Erste-Welt Problem, ich weiß.

Aber trotzdem: Auch Erste-Welt-Probleme wollen gelöst werden. Deswegen bat ich Sie, liebe Leser, um Hilfe. Unter dem Hashtag #Laptopkunst auf Twitter oder per Mail zeigten mir kreative SPIEGEL-ONLINE-Leser, wie entzückend Laptoprücken auch aussehen können.

Das Ergebnis ist beeindruckend. Ich muss zugeben, die Gestaltungsmöglichkeiten unterschätzt zu haben. Besonders bei einem der vier von mir definierten Typen von Stickerfans muss ich mich entschuldigen: bei den Abklebern. Ich habe behauptet, das Überkleben des Logos mache einen Computer kein bisschen cooler. Der Meinung war ich, bis ein Twitter-Nutzer mir seinen Apple-Logo-Leuchtkasten schickte.

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Ein Diarahmen auf das leuchtende Apfel-Logo kleben ist eine, wie ich finde, sehr schöne Lösung. Die Möglichkeit des Logo-Abdeckens ist insgesamt wesentlich vielfältiger als ich gedacht hatte.

"Wie wäre es mit echter Kunst auf dem Laptop?", fragte Leser Stephan Ahrens und schickte das Bild dieses abgeklebten Laptops.

"Wie wäre es mit echter Kunst auf dem Laptop?", fragte Leser Stephan Ahrens und schickte das Bild dieses abgeklebten Laptops.

Foto: Stephan Ahrens

Großflächige Sticker müssen also doch nicht langweilig sein. Aufgeklebte Kunstwerke sind eine elegante Möglichkeit, das Firmenlogo zu verdecken und gleichzeitig den aufgeklappten Rechnerrücken zum Kunstobjekt zu machen.

Manche erklären sogar den unbelebten Laptop selbst zur Leinwand. Ein Leser schickte uns Bilder seines selbstbemalten Laptops. Das ist natürlich die maximale Individualität in Sachen #Laptopkunst.

Selbstbemalter Laptop von Leser Robert Plötz: Die maximale Individualität

Selbstbemalter Laptop von Leser Robert Plötz: Die maximale Individualität

Foto: Robert Plötz

Außerdem habe ich gelernt, dass sich verschiedene Klebearten problemlos kombinieren lassen: Ein Leser hat zum Beispiel einen großflächigen Sticker zur Abdeckung des Logos mit einer politischen Botschaft auf seinen Laptop geklebt. Jetzt steht in großen Buchstaben "Fuck you NSA" auf dem Rechner und niemand kann den Hersteller erkennen.

Politik und Herstellerverleugnung: Leser Dirk kombiniert zwei Typen von Stickerfans

Politik und Herstellerverleugnung: Leser Dirk kombiniert zwei Typen von Stickerfans

Foto: Dirk

Die wohl kreativste Art der Herstellerverleugnung stammt aber von Leserin Bettina Harperath, die ein berühmtes Gemälde für ihren Laptoprücken abgewandelt hat. Es geht um das Bild "La trahison des images" (auf Deutsch: Der Verrat der Bilder) von René Magritte. Es zeigt eine Pfeife, darunter der Schriftzug: "Ceci n'est pas une pipe." ("Dies ist keine Pfeife"). Auf dem Laptoprücken der Leserin steht nun über dem Apfel-Logo: "Ceci n'est pas une apple" ("Dies ist kein Apple"). Den Schriftzug hat sie mit einem Cutter-Messer ausgeschnitten - es handelt sich also um echt individuelle Handarbeit.

"Dies ist kein Apple": Die kreativste Idee der Herstellerverleugnung stammt von Bettina Harperath

"Dies ist kein Apple": Die kreativste Idee der Herstellerverleugnung stammt von Bettina Harperath

Foto: Bettina Harperath

Diese und viele weitere der eingesendeten Ideen sind so schön, dass ich sie am liebsten abkupfern möchte. Aber ehrlich gesagt überfordert mich die individuelle Gestaltung wie das Gemälde oder der selbstgebastelte Schriftzug meine künstlerischen Fähigkeiten bei weitem. Ich bräuchte bestimmt vier Laptops zum Üben, bis ich etwas Annehmbares fabriziert hätte.

Und selbst dann wäre das Ergebnis wohl weniger Ausdruck meiner Persönlichkeit, als die späte Rache für meine jugendliche Auffassung, Kunstunterricht in der Schule sei im Grunde eine Freistunde, in der man sich mit seinen Freunden unterhält. Nein, so schade das auch ist, etwas Selbstgebasteltes kommt für mich nicht in Frage.

Auch zu den Sticker-Messies, die mit übrigens auch sehr schöne Bilder geschickt haben, werde ich vorerst nicht gehören. Ich kann mich ja schon kaum für einen Sticker entscheiden, wie soll ich da zehn oder mehr finden?

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Laptopkunst: Die Gattung der Sticker-Messies

Foto: Finn Wilkesmann

Aber was sollen Stickerfans ohne großes Basteltalent wie ich machen? Ich glaube, die Lösung sind kleine kreative Aufkleber. Für Apple-Laptops gibt es Sticker, die den leuchtenden Apfel teilweise abdecken und so andere leuchtende Bilder ermöglichen. Oder Sprüche. Eine Einsendung zeigt so einen Aufkleber. Der Spruch: "Your Ad here". Das entspricht dem deutschen "Hier könnte Ihre Werbung stehen".

Hier könnte ihre Werbung stehen: Der Laptoprücken als Werbefläche...

Hier könnte ihre Werbung stehen: Der Laptoprücken als Werbefläche...

Foto: katter.com

Der Aufkleber wird demnächst auch meinen Laptop verzieren. Das mag nicht so kreativ sein wie die meisten Einsendungen - aber es gefällt mir: Der Sticker verdeckt das Logo und weist gleichzeitig darauf hin, was ein unverzierter Laptoprücken eigentlich ist: eine einzige Werbefläche. Und die gehört überklebt.

...und so hat unser Autor nun auch seinen Rechner verziert.

...und so hat unser Autor nun auch seinen Rechner verziert.

Foto: SPIEGEL ONLINE
Der Auftakt-Text zu #Laptopkunst aus dem Archiv
4 Min

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