Update im April Microsoft kündigt 3D-Windows an
Microsoft Surface Book mit Performance Base
Foto: MicrosoftRichtig neue Windows-Versionen gibt es seit Windows 10 nicht mehr. Stattdessen schiebt Microsoft regelmäßig kleinere Updates nach und will ein- bis zweimal pro Jahr neue Funktionen für sein PC-Betriebssystem veröffentlichen. Auf das Jubiläums-Update vom August 2016 folgt deshalb jetzt das sogenannte Creators Update. Sein Schwerpunkt liegt auf neuen 3D-Funktionen und Erweiterungen für Spieler, wie Microsoft-Manager Yesuf Mehdi per Blogpost erklärt.
Demnach soll das Update, das am 11. April veröffentlicht wird, die Nutzung von Mixed-Reality-Anwendungen vereinfachen. Microsoft hat diese Technologie mit seiner Hololens-Brille eingeführt.
Das Grundprinzip der Mixed Reality: Ein Computer blendet auf die Gläser einer Brille virtuelle Gegenstände oder gar ganze Welten ein, die sich in die reale Welt einfügen und sogar mit ihr interagieren können. Dabei merkt sich das System genau die Position von realen und virtuellen Gegenständen, sodass etwa eine virtuelle Vase auch nach einem Neustart des Systems wieder an jenem Platz steht, an dem sie zuvor platziert wurde.
Teure neue Technik
Microsofts Hololens, in die ein Mini-Rechner eingebaut ist, ist bisher allerdings nur für Entwickler und kommerzielle Anwender verfügbar. Mit Preisen zwischen 3300 und 5500 Euro ist die Brille zudem sehr teuer.
Mit dem Creators Update sollen auch günstige PC der Preisklasse ab etwa 400 Euro Mixed Reality bieten können. Firmen wie Acer, Asus, HP und Dell haben bereits eigene Brillen angekündigt, die ab circa 300 Dollar angeboten werden sollen. Damit wäre ein Mixed-Reality-System günstiger als manches Virtual-Reality-Setup. Viele Anwendungen und Spiele für Mixed Reality gibt es derzeit freilich noch nicht.
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Mehr 3D
Neben der Mixed-Reality-Technik spielen für das Creators Update 3D-Erweiterungen eine wichtige Rolle. Am deutlichsten sichtbar wird das beim neuen Malprogramm Paint 3D. Damit soll man ohne lange Lernphase in der Lage sein, am PC dreidimensionale Körper zu zeichnen. Wie gut das wirklich klappt, bleibt abzuwarten.
Die so erzeugten 3D-Modelle können von einem PC aus direkt auf einen 3D-Drucker gedruckt oder zum Ausdrucken an einen Dienstleister geschickt werden. Über die Online-Community Remix 3D soll zudem ein Austausch solcher Objekte möglich sein.
Mehr spielen, mehr bestimmen
Für PC-Spieler werden mit dem Update zwei neue Funktionen eingeführt. Zum einen kann man seinen Rechner beim Spielen nun in einen Game Mode schalten. In diesem Modus wird dem jeweiligen Spiel höchste Priorität eingeräumt, sodass sich alle im Hintergrund laufenden Prozesse dem Spiel unterordnen müssen.
Zudem hat Microsoft eine Beam genannte Technologie eingebaut, mit der man seine Spiele ins Netz streamen kann, analog zu Angeboten wie Twitch und YouTube.
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Für Nichtspieler sind wohl zwei andere Neuerungen wichtiger. Zum einen kann man Windows-Updates künftig verschieben. Und zwar wahlweise per Schlummertaste, die das Update um drei Tage verzögert,oder auf einen selbst gewählten Zeitpunkt.
Außerdem sind die Einstellungen zum Datenschutz erheblich erweitert worden. Alle Sicherheitseinstellungen sollen nun zentral zusammengefasst sein, sodass man nicht mehr an verschiedenen Stellen im System danach suchen muss.
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Auch das Virenschutzprogramm Windows Defender soll durch das Update besser werden. Ein deaktivierter Defender schaltet sich künftig automatisch ein, wenn das Abonnement einer Schutzsoftware eines anderen Herstellers abläuft. Sobald man sein Abo verlängert, soll sich der Defender wieder abschalten.
Neue Nobel-Notebooks
Einige Tage nach dem Creators Update will Microsoft in Deutschland auch mit dem Verkauf der aktualisierten Version seines Surface Books beginnen, das in den USA längst erhältlich ist. Das Surface Book mit Performance Base genannte Notebook soll ab dem 20. April in drei Versionen mit unterschiedlicher Speicherbestückung erhältlich sein.
Die Preise dafür liegen zwischen 2600 Euro für die Version mit 8 GB Arbeitsspeicher und 256-GB-SSD und 3650 Euro für das Top-Modell mit 16 GB Arbeitsspeicher und 1-TB-SSD. Der Konzern bleibt sich damit treu und bietet seine PC-Hardware weiterhin nur im Oberklassesegment an. Sogar das Book One von Porsche Design ist günstiger.
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