Mozilla und Foxconn planen angeblich Firefox-Tablet - DER SPIEGEL
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Mozilla-Betriebssystem Foxconn baut angeblich ein Firefox-Tablet

Einem Bericht zufolge soll am 3. Juni ein Tablet-Rechner mit dem Firefox OS präsentiert werden. Die Mozilla Foundation arbeitet dabei ausgerechnet mit dem umstrittenen Zulieferer Foxconn zusammen.
Firefox OS: Kommt bald das erste Tablet mit dem Mozilla-Betriebssystem?
Firefox OS: Kommt bald das erste Tablet mit dem Mozilla-Betriebssystem?

Firefox OS: Kommt bald das erste Tablet mit dem Mozilla-Betriebssystem?

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Der taiwanische Elektronikhersteller Hon Hai Precision Industry plant offenbar, künftig verstärkt Produkte unter eigenem Namen anzubieten. Bisher ist das Unternehmen vor allem über seine Tochtergesellschaft Foxconn als Zulieferer für Apple, Dell, Microsoft und Sony aktiv. Nun hat das Unternehmen gemeinsam mit der Mozilla Foundation zu einer Pressekonferenz am 3. Juni eingeladen. Wie "Focus Taiwan " berichtet, soll an diesem Tag ein Gerät präsentiert werden, das mit Mozillas Betriebssystem Firefox OS ausgestattet ist. Unter Berufung auf einen Insider heißt es weiter, dass es sich dabei um einen Tablet-Rechner handelt.

Ein solches Gerät wäre das erste Tablet mit Firefox OS. Bisher hat Mozilla mit seinen Kooperationspartnern nur an Smartphones gearbeitet. Im Februar 2013 waren auf dem Mobile World Congress die ersten Firefox-Handys vorgestellt worden. Die ersten von dem spanischen Hersteller Geeksphone gefertigten Firefox-Handys waren beim Verkaufsstart Ende April schon nach wenigen Stunden ausverkauft. Diese Modelle sind allerdings primär für Software-Entwickler gedacht.

Für Foxconn ist die neue Partnerschaft schon deshalb sinnvoll, weil das Geschäft mit seinen alten Handelspartnern nachlässt. Das Unternehmen bekommt die zurückgehenden Umsätze im PC-Markt deutlich zu spüren. Im "Wall Street Journal" erklärte ein ungenannter Hon-Hai-Manager, das Unternehmen wolle seinen Kundenstamm erweitern, um die in den letzten Jahren gesteigerten Produktionskapazitäten besser auszulasten.

Deutlicher formulierte es ein Analyst der taiwanischen Marktforschungsfirma Yuanta Research : "Das riesige Zulieferunternehmen kommt an die Grenzen seines Wachstums. Da sich die Dynamik seines wichtigsten Kunden - Apple - verlangsamt, gibt es die dringende Notwendigkeit, Geschäftsbereiche und Kunden zu diversifizieren."

Bleibt abzuwarten, ob die Mozilla Foundation mit ihrem neuen Kooperationspartner eine gute Wahl getroffen hat. Foxconn ist wegen seiner Arbeitsbedingungen immer wieder kritisiert worden. Ein Image, das so gar nicht zum Mozilla-Slogan "Wir bauen ein besseres Internet" passt.

meu